Neugierde und Wissensdurst treiben Anton Brand an: "Es ist spannend, bei Experimenten Neues zu entdecken!" Und genau diese Motivation und die Begabung waren es, mit der es der 14-jährige Gymnasiast des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg zur Teilnahme an der "JuniorScienceOlympiade" geschafft hat - ein internationaler Wettbewerb für junge Forscher der Naturwissenschaften.

Aufgrund seiner Erfolge beim Landeswettbewerb "Experimente antworten", wofür Anton Brand bereits zwei Mal mit dem "Superpreis" vom Kultusministerium ausgezeichnet wurde, erhielt der Achtklässler eine Einladung zur Teilnahme. Nach einer naturwissenschaftlichen "Quiz-Runde", die er mit Bravour meisterte, ist jetzt noch die Auswertung einer 90-minütigen naturwissenschaftliche Klausur offen: "Ich bin gespannt, wie das Ergebnis wird. Das waren richtig schwere Fragen, die wir so in der Schule noch nicht behandelt hatten", erklärt Anton. So gab es Aufgaben in Chemie zur Analytik, wie Nachweis-Reaktionen. "Das waren Fragestellung jenseits aktuellen Schulwissens für Achtklässler", bestätigt auch Oberstudienrätin Christine Kreß, die Anton während der Wettbewerbs-Phase betreute.

Vor der Klausur wurden die 40 besten bayerischen Schüler zu einem Trainings-Camp in Regensburg eingeladen. Das Programm bestand aus Aufgabentraining in Chemie, Physik und Biologie. "Es war sehr anstrengend, hat aber Riesen Spaß gemacht. Wir haben uns mit der Gentechnik beschäftigt und Elektrophorese durchgeführt haben. So haben wir beispielsweise eine DNA aus einer Tomate gewonnen. Und natürlich auch von 'Tätern' - also Menschen. Außerdem war ich von dem Tag an der Regensburger Universität sehr beeindruckt", freute sich Anton Brand über diese außerordentliche Gelegenheit - gleichzeitig das "Highlight" des Wettbewerbs für ihn.
Vom Ausgang der letzten Klausur hängt es ab, ob sich Anton für die Auswahl zur internationalen Science Olympiade in Norwegen qualifiziert hat: "Der Test war sehr schwer. Für mich war es trotzdem ein toller Erfolg, dass ich zum Trainings-Camp zugelassen wurde."

Die bundesweit besten Teilnehmer werden zu einem weiteren Test nach Kiel eingeladen. Aus diesen Finalisten wird das sechsköpfige Nationalteam gebildet, das nach Norwegen zur ScienceOlympiade fliegen darf. "Dazu rechne ich mir weniger Chancen aus. Aber dennoch war der Wettbewerb überaus motivierend. Ich hoffe, dass ich mich beruflich mit den Naturwissenschaften auseinandersetzen kann. Vielleicht als Lehrer, das wäre mein Traum."


Zur Info:
Wettbewerb Der Auswahlwettbewerb zur Internationalen JuniorScienceOlympiade (IJSO) ist die jüngste der sechs ScienceOlympiaden am IPN (Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel) an der Universität Kiel, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Kultusbehörden der Länder gefördert werden. Die IJSO fördert junge Talente in den Naturwissenschaften, wo Schule allein Wissensdurst und Forscherdrang nicht stillen kann.

Ursprung Die IJSO fand zum ersten Mal 2004 in Jakarta, Indonesien statt und will den Austausch unter der nächsten heranwachsenden Forschergenerationen schon frühzeitig über Grenzen von Ländern und Kulturen hinweg stärken. Der Weg ins deutsche Nationalteam führt über einen vierstufigen Auswahlwettbewerb.Quelle: Uni Kiel