Eine verjüngte Vorstandschaft hatte vor zweieinhalb Jahren die Führung des SPD-Ortsverbandes Sulzthal übernommen und wurde nun nahezu einstimmig im Amt bestätigt. Uwe Bindrum, der mittlerweile von Sulzthal weggezogen ist, hält dem Verband auch über die nächsten beiden Jahre die Treue und moderierte durch die Versammlung. In der Versammlung vermisste er die jüngere Generation. Er sprach die Hoffnung aus, dass Jüngere in den nächsten Jahren Ämter und Verantwortung übernehmen.

Auch wenn man durch die Pandemie ausgebremst worden sei, habe man es geschafft die Truppe zusammen zu halten, sagte der alte und neue Vorsitzende Ludwig Edelmann. Er freue sich schon auf das Aufstellen des Weihnachtsbaumes am Dorfplatz, ob Glühweinausschank stattfinde stehe jedoch noch in den Sternen.

Man spüre auch den Aufwind der Bundes-SPD. Edelmann Er erinnerte aber auch an den Erfolg bei der Kommunalwahl. Noch nie habe es in Sulzthal drei Gemeinderäte der SPD gegeben; zudem habe Gabi Dehmer die meisten Stimmen aller Kandidaten erreicht. Als mittelfristiges Ziel möchte Edelmann den Frauenanteil in der Kommunalpolitik steigern und bei normalisierter Lage wieder mehr Leben in den Verein bringen.

"Mehr Jugendliche zu gewinnen, geht für mich in der Familie los", sprach Schriftführer Uwe Bindrum die Jugendförderung an. In Sulzthal werde immer "bunt" gewählt und die Wahlbeteiligung sei mit am höchsten im Kreis.

Mitgliedsbeiträge und eine größere Spende waren die Haupteinnahmen des Vereins. Die Kassenlage wies geordnete Verhältnisse auf, war dem Bericht von Kassiererin Gabi Dehmer zu entnehmen. Die Neuwahlen gingen zügig und geordnet über die Bühne, als Wahlleiter fungierte Klaus Neder. In ihren Ämtern bestätigt wurden Vorsitzender Ludwig Edelmann, Stellvertreter Edgar Neder, Kassiererin Gabi Dehmer und Schriftführer Uwe Bindrum. Kassenprüfer sind Klaus Keller und Heinz Metz.Als Delegierte fungieren Edgar Neder, Christian Schmitt, Reinhold Moritz und Thekla Müller.

Die Laudatio zur 50-jährigen Mitgliedschaft von Michael Hesselbach hielt Ernst Hartl. Hartl bezeichnete Michael Hesselbach als Mann mit Kopf, Herz und Hand, dabei willensstark, aufgeschlossen aber auch kritisch. 1984 bis 1990 habe er als Einzelkämpfer die SPD im Sulzthaler Marktgemeinderat vertreten und auch in den folgenden Wahlperioden viele Stimmen für die SPD-Liste einsammeln können. Er gehöre außerdem zu den maßgeblichen Helfern beim Weihnachtsbaumaufstellen. Michael Hesselbach bedankte sich für die Ehrung. Er erinnerte sich zurück, als er vor Jahrzehnten durch den Ort gelaufen sei und die Mitgliedsbeiträge von 50 Pfennig einkassiert habe. "Wenn ihr mich braucht, bin ich dabei", bot er seine Hilfe an.

Norbert Schaub bezeichnete die Sulzthaler SPD als Leuchtturm im Landkreis und als Herzkammer der Demokratie. Er zeigte sich erstaunt wie man in Sulzthal miteinander spreche und wie nah man einander sei.