Von seinem Sohn am Keyboard begleitet sang er zusammen mit den Stadtangestellten und Altbürgermeister Ernst Stross ein Abschiedslied für die Vorzimmer-Sekretärin.

"Es ist kein Abschied wie jeder andere", hatte der Bürgermeister zuvor in kleinerer Runde gesagt. Stahl sei eine Institution in Hammelburg.

Stahl kam 1994 zur Stadtverwaltung. Im Jahr 1997 holte Bürgermeister Arnold Zeller sie dann ins Vorzimmer. Für drei Bürgermeister - Arnold Zeller, Ernst Stross und Armin Warmuth - kümmerte Stahl sich dort nicht nur um die Terminorganisation. Sie war oft auch die erste Anlaufstelle für die Bürger und sie kümmerte sich um viele Dinge, die nebenbei ungeplant anfielen.

Als unkompliziert und souverän beschrieb Warmuth seine Vorzimmer-Sekretärin. Geschäftsleiter Roland Goerke und Personalratsvorsitzende Gabi Jabeur-Holtmann erwähnten, dass Stahl immer gut gelaunt anzutreffen war.

Ihr habe die Arbeit Spaß gemacht, meinte Stahl. "Die Kollegen werden mir fehlen." Eigentlich hätte Stahl schon vor über zwei Jahren in Ruhestand gehen können, doch wollte sie das Vorzimmer nicht zeitgleich mit dem Wechsel des Bürgermeisters verlassen. So dankte Warmuth ihr, dass sie ihm den Start ins Amt erleichtert habe.

Und dem Bürgermeister war anzumerken, dass ihn der Abschied bewegte. Auch Stahl erlebte berührende Momente, als die Rathausmitarbeiter sie nach der offiziellen Verabschiedung im kleinen Kreis mit einem Blumenspalier im Rathaus-Remter empfingen. Neben Blumen und dem Lied gab es für Stahl dort Geschenke von den Kollegen und eine Torte von der Familie des Bürgermeisters.