Die Fertigstellung des Dorfplatzes in Völkersleier ist noch in 2021 geplant, die Dorfscheune soll im April 2022 fertig werden. Darüber informierte Bürgermeister Florian Atzmüller (CSU) in der jüngsten Bürgerversammlung im Schützenhaus. Die Kanalsanierungsmaßnahmen in Völkersleier wurden 2021 abgeschlossen.

Zudem hat die Feuerwehr Völkersleier ein neues Feuerwehrauto bekommen. In diesem Zusammenhang war der Bürgermeister für die HvO - Gruppe (Helfer vor Ort), die in der Gemeinde gegründet werden soll. Interessierte könnten sich an Kommandant Florian Hluchy oder seinen Stellvertreter Uwe Kaiser wenden.

Zum Glasfaserausbau erläuterte Bürgermeister Atzmüller die bayerische Förderungs- bzw. Finanzierungsmöglichkeit "Gigabitrichtlinie". Dabei handele es sich um ein Ausbauprogramm, das die Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses für alle förderfähigen Haushalte vorsehe. Die Zuhörer wollten wissen, wer in den Genuss dieser Förderung kommt. Bürgermeister und Verwaltungsleiter konnten dazu noch keine gesicherten Aussagen treffen, da ihnen noch keine genauen Informationen vorlägen. Es komme wohl auf die momentan verfügbare Internetgeschwindigkeit an.

Der Bürgermeister ging auch kurz auf die Haushaltszahlen ein, die den 24 Anwesenden auf einem Flyer vorlagen. Dazu wollte ein Besucher wissen, warum denn die Einkommensteuereinnahmen 2020 im Vergleich zu den Vorjahren so extrem gering ausfallen. Atzmüller beantwortete dies mit einem Hinweis auf Sondereffekte im Jahr 2020; man könne aber davon ausgehen, dass die Einnahmen in den nächsten Jahren wieder auf Normalniveau ansteigen würden.

Altes Wirtshaus: Keine Mittel für Abriss

In der anschließenden Fragerunde wollte ein Bürger wissen, ob nach den Esskastanienbäumen, die vor Jahren zum Test im Gemeindewald gepflanzt worden sind, noch weitere gepflanzt wurden. Der Bauhofleiter beantwortete die Frage mit einem Ja und teilte mit, dass sich die Bäume gut entwickelt hätten.

Ein anderer erkundigte sich nach dem Zeitplan für den Abriss des alten Wirtshauses. Bürgermeister Atzmüller erläuterte, dass es nicht alleine um den Abriss gehe, sondern dass die Fläche danach auch gestaltet werden müsse. In Anbetracht der vielen anstehenden Projekte stünden dafür im Haushalt momentan jedoch keine Mittel zur Verfügung, sodass der Abriss noch etwas warten müsse.

Eine Bürgerin wollte wissen, warum denn in die Dorfscheune weder eine Toilette noch eine Heizung eingebaut worden sei. Man könne ja mit dem Gebäude so überhaupt nichts anfangen. Außerdem könne sie nicht verstehen warum für eine Aufstellvorrichtung für den Maibaum am Dorfplatz über 6000 Euro ausgegeben werden sollen. Bürgermeister Atzmüller erläuterte, dass die Gestaltung des Dorfplatzes ebenso wie die der Dorfscheune in mehreren Arbeitskreisen, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen gewesen waren, in großer Eintracht festgelegt worden sei. "Da wäre der richtige Zeitpunkt gewesen sich einzubringen." Bei der Planung habe unter anderem auch die Kostenfrage eine Rolle gespielt, sodass man keinen Luxusbau errichten konnte. Was die Toiletten betrifft, befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft, sowohl im Schützenhaus als auch im Feuerwehrhaus, Toilettenanlagen. Man war in den Arbeitskreisen deshalb der Meinung, dass man nicht noch eine dritte Toilettenanlage brauche. Diese müsste ja auch unterhalten werden.

Zur Frage der Aufstellvorrichtung entgegnete der Bürgermeister, dass dies wegen Sicherheitsbedenken ein dringlicher Wunsch des Rhönklub-Zweigvereins gewesen sei und der auch die Hälfte der Kosten übernommen habe. Für seine Antwort erhielt der Bürgermeister von großen Teilen der Zuhörerschaft Unterstützung.

Infotafel am alten Brunnen

"Was geschieht mit dem alten Spielplatz, nachdem der neue jetzt am Dorfplatz angesiedelt ist?", wollte jemand wissen. Dieser werde zurückgebaut. Am Dorfplatz befindet sich ein alter Brunnen, der sogenannte "Stangebrünn", der früher den Einwohner zur Trinkwasserversorgung diente. Dieser soll der Nachwelt durch eine Informationstafel in Erinnerung gehalten werden, was von einer Bürgerin als Geldverschwendung moniert wurde.

Ein anderer informierte, dass ein Tümpel in der Flur zugeschwemmt sei. Er wollte wissen, wer dafür zuständig ist. Der Bürgermeister sagt zu, dies zu klären. In der Ludwig-Koberstein-Straße sackt zudem zum wiederholten mal die Straße ab und es bildet sich eine Mulde. Der Bauhofleiter versprach, dass er sich das ansieht.