Dem Radweg zur Nachbargemeinde Wittershausen - und damit zu Oberthulba - fehlt das Anschlussstück. Dies soll sich bis Ende des nächsten Jahres ändern. Die Planung zur Komplettierung und Anbindung an den Rad- und Fußweg an der "Schrenk" legte Abteilungsleiter Konstantin Arnold vom Staatlichen Bauamt in Schweinfurt jetzt dem Gemeinderat vor.

Für das Projekt will die Behörde das Förderprogramm "Stadt und Land" zur Schließung von Radweg-Netzlücken nutzen, das den Ausbau von Rad-, Fußwegen auf bestehenden Wirtschaftswegen vorsieht. Der Bund und der Freistaat übernehmen die 100-prozentige Finanzierung. Die Gemeinde sorgt für den betrieblichen und baulichen Unterhalt für das, die Staatsstraße 2290 begleitende, 1,4 Kilometer lange, asphaltierte Ausbaustück nach Wittershausen. Auch kümmert sich die Kommune um den Grunderwerb. Wie Arnold informierte, sei dies eine "sinnvolle Ergänzung", für die vorbereitende Arbeiten notwendig waren, wie Voruntersuchungen und die Abstimmung der Förderfähigkeit mit der Regierung von Unterfranken. Die Baumaßnahme für den drei Meter breiten Weg, der über zwei 50 Zentimeter breite Bankette verfügt, übernimmt das Staatliche Bauamt Schweinfurt.

Die Fertigstellung ist zum Dezember 2022 geplant, von nachbereitenden Arbeiten abgesehen. "Das ist ein sehr enger Zeitplan wegen der Förderung - aber er ist machbar", glaubt Arnold, der im Übrigen keine Probleme durch die Mehrfachnutzung des Weges erwartet. Der Gemeinderat stimmte dem Projekt einhellig zu.

Ahrweiler und andere, von Sturzfluten betroffene Gemeinden, führten vor Augen, dass rechtzeitige und weit wahrnehmbare Alarmierung eine enorm wichtige - und sogar lebensrettende - Rolle in Katastrophenfällen spielt. Die Gemeinde Aura will sich deshalb jetzt wappnen und eine neue Sirenenanlage auf dem alten Feuerwehrhaus installieren lassen. Die bestehende Alarmanlage ist überaltert, für sie gibt es auch keine Ersatzteile mehr, wie Feuerwehr-Kommandant Marcel Weisensel bestätigte.

Die auszutauschende Sirene soll der auf dem neuen Gerätehaus ähnlich sein und ist speziell für Ortskerne gedacht, während die Alarmanlage auf dem Neubau "in die Weite" gehen soll. Bürgermeister Thomas Hack empfahl, Angebote einzuholen und mögliche Zuschüsse abzufragen. Die beiden Sirenen können mit 115 Dezibel Lautstärke in Aura und Umgebung kaum überhört werden. Damit erklärte sich das Ratsgremium einverstanden. Weisensel schätzt die Kosten für die Anlage - ohne Optionen - auf etwa 10 000 Euro.

Zum Thema Sturzfluten versucht die Gemeinde weitere, vorbeugende Maßnahmen über Förderprogramme zu eruieren, die die Gemeinde für sich, eventuell auch auf VG-Ebene, in Anspruch nehmen kann. In die Schwachpunktsuche ist das Wasserwirtschaftsamt eingebunden, das fachlich die Maßnahme begleitet. Das Thema wird zu einem späteren Zeitpunkt noch detailliert erörtert.

Auf Skepsis stieß die Information des Bürgermeisters, einen Metall-Trinkbrunnen im zeitgemäßen Design im Ort zu installieren. Er soll Radlern und Wanderern kostenfrei zur Erfrischung dienen und erhält eine staatliche Förderung von bis zu 80 Prozent der Kosten. Vom Standort abgesehen kamen Zweifel über die Sinnhaftigkeit des Projekts auf, da Aura von touristischen Radlern und Wanderfreunden sicherlich nicht "überschwemmt" wird. Jutta Hofmanns Kommentar: "Das braucht es nicht".

Keine Einwände seitens der Räte gab es zu den Bauanträgen. Der Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage am "Wässerungsweg" und die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Neubaugebiet "Klosterblick" winkte der Rat durch.

Stellvertretender Bürgermeister Martin Kaiser dankte dem Obst- und Gartenbauverein für seine Arbeit in den Grünanlagen und für die Sitzgruppe am "Missionskreuz".