In der letzten Sitzung des Jahres befand der Bauausschuss über mehrere Maßnahmen, die Mitglieder selbst einbrachten oder von Bürgern gemeldet wurden. Aus der Rolle fällt ein Projekt, das als "Denkmal" an die Corona-Zeit erinnern soll - eine Steinschlange. Kinder und wohl auch Erwachsene hatten im Rahmen des ersten Lockdowns Steine bemalt und diese auf der Umfassungsmauer des Rathauses abgelegt. Mit kleinen, gemalten oder geritzten Bildern verziert, standen darauf ermutigende Worte und Grüße wie "Haltet durch" oder "Bleibt gesund". Hier regten einige Bürger an, die hübsch bemalten Steine in einer Fläche auf dem Grünstreifen vor dem Erthal'schen Schloss fest als Erinnerung einzubauen. Die Arbeiten sollen vom Bauhof und von den Initiatoren erfolgen, die Materialkosten möge der Markt tragen, lautete der Vorschlag.

Grundsätzlich stand der Gemeinderat dem Vorhaben positiv gegenüber. Doch befürwortete er einen Standort am Mehrgenerationenplatz. Gemeinderat Jürgen Simon schlug vor, die kleinen Kunstwerke an einer dortigen Wand in den Putz einzulassen. Der Rat stimmte dem Vorhaben zu, der genaue Standort soll vor Umsetzung jedoch noch einmal im Gremium behandelt werden.

Anwohner der Schlossstraße beantragten, das Befahren der engen Straßen auf Anlieger zu beschränken, da es bei der Ausfahrt aus Grundstücken immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Das Verkehrszeichen "Anlieger frei" wäre angebracht, befanden die Ausschussmitglieder. Der Marktgemeinderat stellte sich mehrheitlich hinter diese Empfehlung.

Anlieger stellten einen Antrag auf ein Parkverbot im Mündungsbereich Schwarze Gasse/Rosenhügel und August-Ullrich-Straße. Der Vorschlag, am Beginn und Ende des Bereichs eine Sperrfläche durch Zackenlinien aufzubringen, um die Parksituation zu entschärfen, wurde einmütig gebilligt.

Eine bessere Ausleuchtung der Bushaltestelle in Elfershausen und ein Fußgängerüberweg stand ebenfalls auf der "Wunschliste". Eine LED-Leuchte, die der Bauhof anbringt, befürworteten die Räte einstimmig. Das Aufbringen eines Zebrastreifens wird aufgrund fehlender Erfolgsaussichten nicht weiterverfolgt, weil der Übergang auf einer Kreisstraße voraussichtlich nicht erlaubt wird.

Zu schnell gefahren

An der Bushaltestelle Langendorf/Westheim wird immer wieder zu schnell gefahren, wie eine Geschwindigkeitsmessung ergab. Deshalb will der Markt nach Ortseinsicht mit der Polizei die vorhandenen Verkehrsschilder versetzen. Von der Polizei befürwortet, ersetzt künftig das Gebotsschild "50" das bisherige 70er-Schild. Das in Fahrtrichtung Langendorf stehende Verkehrszeichen "50" wanderte ein Stück in Richtung Fuchsstadt. Eine Straßenmarkierung wird zusätzlich auf die reduzierte Geschwindigkeit hinweisen.

Das eingeschränkte Halteverbot an der Wendeplatten-Einfahrt Am Schwedenberg soll die Durchfahrtsbreite für Versorgungsfahrzeuge und Rettungsdienste garantieren. Eine Ergänzung der Beschilderung, dass im Bereich der gesamten Engstelle nicht geparkt werden darf, wird - gegen einen Anwohnereinwand - von der Gemeinde unterstützt. Um die Situation zu entschärfen, könnten entlang der Wendeplatte durch eine Grünstreifen-Befestigung drei bis vier Parkplätze geschaffen werden. Den Fußweg zwischen der Julius-Echter-Straße und An der Klinge nutzen nach Beobachtung von Anliegern verbotenerweise auch Quad- und Motorradfahrer. Deshalb will die Gemeinde in der Mitte des Wegs mit Pflanzkübeln eine Verengung vornehmen.

Der oberste Parkplatz am Langendorfer Feuerwehrhaus ist mit einem Parkverbot belegt, um der Wehr eine gefahrlose Ausfahrt zu ermöglichen. Trotz vorhandener Markierung wird dieser Platz immer wieder als Parkfläche benutzt. Ein aufgemaltes, weißes Kreuz soll noch einmal auf die Sperrung hinweisen. Das eingeschränkte Halteverbot in der Ringstraßen-Einmündung befürwortete das Gremium einstimmig.

Nach Ansicht von Vize-Bürgermeister Volker Partsch wurde beim Abriss einer maroden Mauer nahe dem "Aschenbrennerhaus" in Langendorf ein Denkmal zerstört. Dem ist nicht so. Wie Bürgermeister Johannes Krumm informierte, ist das Votivbild aus dem Jahr 1734 geborgen und liegt im Bauhof. Ein Einbau oder ein anderer Standort für das Marterl wird geprüft.