Das Brennholz wird teurer. Geschuldet ist dies den allgemeinen Preissteigerungen, etwa dem Maschineneinsatz und den Arbeiten im Wald sowie gestiegenen Holzpreisen. Der Gemeinderat Fuchsstadt legte fest, die Abrechnungen für Brennholz künftig über den Festmeterpreis zu steuern. Der Preis je Festmeter für Buche liegt jetzt bei 55 Euro, für Eiche bei 50 Euro und für Kiefern bei 36 Euro. Selbstwerber zahlen 18 Euro pro Festmeter und Abraum wird pauschal nach Menge berechnet.

Zu den Anregungen aus der Waldbegehung erklärte sich das Gremium mit dem Fichteneinschlag von rund 800 Festmeter "In der Lauerbach" einverstanden. Hier soll eine Mischbaumarten-Verjüngung erfolgen. Beschädigte Bäume am Hauptwanderweg auf dem "Kohlenberg" werden wegen Unfallgefahr gefällt, das dortige Schild versetzt.

Förderung für "Märchenwald"?

Auch den Mittelwald auf sehr trockenem Standort will die Gemeinde aus der Nutzung nehmen und versuchen mit Fördergeldern eine Erweiterung des "Märchenwaldes" zu erzielen. Zudem erhalten die Eichenverjüngungen im "Dörnig" und im "Pfützental" einen Schutzzaun. Den Maßnahmen gab der Rat seine einmütige Zustimmung.

Der Ratssitzung war ein Ortstermin an der Baustelle der zukünftigen Unterstellhalle der Gemeinde vorausgegangen. "Im Gründlein" entsteht ein Gebäude mit den Außenmaßen 15 mal 20 Meter, das der Bauhof in vielen Teilen in Eigenleistung herstellt. Das Dach setzt eine Fachfirma auf. Neben der Fahrzeughalle bietet ein Anbau Raum für ein kleines Büro, eine Toilette und einen Trockenraum. Bürgermeister René Gerner vermerkte einen zügigen Baufortschritt wobei ein Fertigstellungstermin noch nicht festgelegt ist.

Gebilligt ist der Entwurf der Zweckverbandssatzung für "Frankens Saalestück", zu dem das Landratsamt und die Regierung von Unterfranken einige Änderungen eingebracht haben. Die Neufassung enthält auch die Ernennung von Hammelburgs Bürgermeister Armin Warmuth zum Verbandsvorsitzenden.

Die Satzung über die Veränderungssperre im Bereich des Bebauungsplans "Im Gründlein" ist aufgehoben. Hintergrund war die geplante Änderung des Bebauungsplans zum Ausschluss von Mobilfunkanlagen, die nicht mehr weiter verfolgt wird. Dem einzigen Bauantrag - die Errichtung eines Carports an einem bestehenden Wohnhaus im "Rotfeldweg" - erteilte der Rat die Befreiung von den Festsetzungen. Die Zufahrt kann mit einem Gefälle von drei Prozent erbaut werden.

Gerner informierte über in nichtöffentlicher Sitzung gefasste Beschlüsse, darunter das sogenannte "Einheimischen-Modell", bei dem nach einem Punktesystem die Vergabe von Bauplätzen zu beschließen ist. Heimische Bauwerber werden dabei nach Familienstand und -größe sowie weiteren Kriterien bevorzugt. Die Fuchsstädter Feuerwehr erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF20 KatS zum Preis von etwa 480 000 Euro. Dafür sind die Aufträge jetzt vergeben.

Weitere Informationen betrafen einen Rohrbruch in der Straße zur Erdfunkstelle. Er wurde noch am Sonntag durch den Einsatz versierter und engagierter Helfer behoben worden. Die Windkraftanlagen in der Lauerbach werden heuer durch den Baustopp vermutlich nicht mehr in Betrieb genommen.

Ein besonderes Event erlebten die Mädchen und Jungen der Klasse 4b der Johannes-Petri-Schule. Beim Besuch im Rathaus konnten sie dem Bürgermeister ihre Wünsche vorbringen. Diese reichten vom Waldspielplatz über eine Tischtennisplatte bis hin zur Schlittschuhbahn bis hin zu Probierbäumen, an denen Kirschen hängen. Die Wünsche dürften zwar schwerlich alle zu erfüllen sein, aber der Bürgermeister wird die Auflistung der Schüler - mit "euligen Grüßen" - beantworten und ausloten, was machbar ist.