Mit Spendenschecks über jeweils 1000 Euro unterstützt der Energieversorger Bayernwerk die kommunale Jugendarbeit in Unterfranken. Einen solchen Scheck erhielt jetzt Bürgermeister Mario Götz. "15 Mal darf ich heuer diese vorweihnachtlichen Spenden überreichen", bestätigte Spendenüberbringerin Christine Pfaff, Kommunalbetreuerin der Bayernwerk Netz GmbH, der Zeitung. Im Landkreis Bad Kissingen seien heuer noch die Kommunen Münnerstadt und Oerlenbach weitere Empfänger.

Der Verwendungszweck für die Spenden sei sozial orientiert, sagte Pfaff, und umfasse Altenheime über die Feuerwehren bis hin zur Jugendarbeit. "Bei uns in Oberthulba soll diese Spende die Digitalisierung der Jugendarbeit nach vorne bringen", erklärte Götz den sozialen Verwendungszweck. Das geplante Projekt "digitale Jugendbeteiligung" sei aufgrund der momentanen Viruszeit ins Stocken geraten.Unterstützt von der Kreisjugendarbeit und in Zusammenarbeit mit weiteren Kommunen des Landkreises Bad Kissingen, sei das Projekt bereits vor eineinhalb Jahren ins Leben gerufen worden. "Wir wollen die Jugendlichen dort abholen, wo sie im digitalen Bereich unterwegs sind", sagte Götz. Die Wünsche und Anregungen können über die Homepage des Marktes Oberthulba geäußert werden. Die Auswertungen vor etwa einem Jahr seien auch Themen des Marktgemeinderates geworden. So zum Beispiel habe sich die Jugend Aktionen auch außerhalb der Ferienzeit gewünscht. Einen Beirat hätten sich die Jugendlichen ebenfalls gewünscht sowie mehr Freizeitflächen.

Der nächste Schritt wäre jetzt am Nikolaustag geplant gewesen, bedauerte Götz die derzeitige Unmöglichkeit von Versammlungen. Da sollten Jugendliche (ab zwölf Jahren) und junge Erwachsene den Schritt von der analogen in die digitale Welt in der Mehrzweckhalle mit einer offenen Diskussion proben. Ziel sei ein Maßnahmenplan für das kommende Jahr, so Götz. Leider habe diese Veranstaltung wegen Corona ausfallen müssen. Götz hofft auf einen entsprechenden Termin im kommenden Jahr. "Dies soll jedoch keine Konkurrenz zu unseren Vereinen sein, sondern das Interesse an der Kommune wecken", betonte Götz.

Auf die gute Zusammenarbeit der Marktgemeinde mit dem Bayernwerk wies Götz anhand des Projekt-Beispiels Frankenbrunn hin, wo derzeit die Erdverkabelung in Arbeit sei. Bald seien auch die letzten Freileitungen von den Dächern verschwunden. "Die Projekte werden uns nicht ausgehen", war er überzeugt.