Die Änderung des Bebauungsplanes für das bereits in der Entstehung befindliche Logistikzentrum des Online-Händlers Amazon im interkommunalen Gewerbepark A 71 der Gemeinde Oerlenbach wurde dem Ramsthaler Gemeinderat zur Stellungnahme vorgelegt. Rund 120 Arbeitsplätze sollen hier in Normalzeiten entstehen von den ein erheblicher Teil im Niedriglohnbereich liegen dürfte. In Hochsaisonzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft werden bis zu 180 Beschäftigte erwartet. Rund 500 Kurierfahrer mit ihren Fahrzeugen werden in diesen Zeiten erwartet und für zusätzlichen Verkehr sorgen. Im Ramsthaler Gemeinderat befürchtet man dadurch und durch die Anlieferfahrzeuge eine weitere Beeinträchtigung der Bürger entlang der Kreisstraße, die durch das Weindorf führt. Bereits heute beschweren sich viele Bürger über den vorhandenen Schwerlastverkehr im Ort, der auch erhebliche Lärmemissionen und Abgase verursacht. Weitere Belastungen hält der Gemeinderat für unzumutbar und fordert eine Einschränkung des Lieferverkehrs für das Projekt auf Bundesstraßen und Autobahnen. Zumindest ein Durchfahrtsverbot durch Ramsthal während der Nachtstunden sei anzustreben. Der Gemeinderat nimmt die vorgelegten Planungen zur Kenntnis und teilt der Nachbargemeinde die gewünschten Einschränkungen hinsichtlich der Verkehrslenkung mit.

Bis 870 Quadratmeter

Die Entwicklung des Baugebietes "Am Weinberg 2" geht nach Angaben des Bürgermeisters voran. Ein guter Anteil der vorhandenen Bauplätze ist bereits vorgemerkt. Weitere Interessenten sind willkommen. Die Größe der einzelnen Bauplätze liegt zwischen 620 und 870 Quadratmetern. Die Erschließung soll in 2021 beginnen, so dass ein Baubeginn im Frühjahr 2022 möglich sein wird. Die Kosten werden bei circa 100 Euro je Quadratmeter liegen.

Ramsthal will neben seiner attraktiven Lage umringt von Weinbergen mit seinen Geschäften, der Gastronomie und dem regen Vereinsleben neue Bürger gewinnen. Informationen können bei der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf eingeholt werden.

QR-Codes statt Bildschirme

Der Terroir f Punkt ist inzwischen ein wichtiges Objekt der Gemeinde für die Außendarstellung geworden. Ursprünglich waren hier auch Informationsbildschirme vorgesehen. Der letzte Gemeinderat hatte sich jedoch dagegen entschieden. Inzwischen haben andere Gemeinden Erfahrungen mit diesen Bildschirmen gesammelt, die durch technische Probleme, schlechte Lesbarkeit und Vandalismus geprägt sind. Eine neue Möglichkeit bietet nun die Anbringung von QR-Codes am Aussichtspunkt. Benutzer von Smartphones können sich mit Hilfe dieser Codes Informationen und Filme darstellen, die im Internet abgerufen werden können. Die professionelle Erstellung und Gestaltung dieser Informationen und Filme wird mit 90 Prozent der Kosten bezuschusst. Der Gemeinderat stimmt dieser Maßnahme zu, die für Ramsthal einen Kostenanteil von 750 Euro bedeutet.

Die von der Gemeinde vorgenommene Befragung von Winzern und Nutzern des Platzes hinsichtlich einer Kostenbeteiligung für den Bau einer Toilettenanlage blieb bis auf eine Ausnahme von den Angeschriebenen unbeantwortet. Die Gemeinde geht davon aus, dass hier nichts zu erwarten ist und wird das Projekt nicht weiterverfolgen, da es auch keine Zuschüsse zu den erwartenden Kosten von 38 000 Euro geben wird. Der Bauausschuss wird sich vor Ort Gedanken über eine kostengünstigere Lösung machen.

Die Kindergärten sind ausgelastet

Neues gab es auch aus den Kindergärten in der Gemeinde zu berichten. Die Planung der Plätze im Regelkindergarten sieht vor, dass ab September 2021 die vorhandenen 50 Plätze ausreichen werden. Gemeinderat Andreas Günder (ABB/Interessengemeinschaft) informierte hier als Vorsitzender des Trägervereins Waldkindergarten Ramsthal, dass dieser Anfang September seinen Betrieb aufgenommen hat. Nach einer Schnupperwoche lägen jetzt 20 Anmeldungen vor, von denen 17 aus Ramsthal kommen. Damit sei der Waldkindergarten bei heutigem Personalstand voll. Dies führt zu einer Entlastung des Regelkindergartens. Günder meinte: "Wir (der Verein Waldkindergarten) lehnen uns nicht aus dem Fenster, wenn wir sagen, wir haben der Gemeinde eine Million Euro an Kosten gespart." Er kündigte an, dass der erteilte Zuschuss der Gemeinde an den Verein in absehbarer Zeit komplett zurückgezahlt werden wird.

Dachsanierung Weinbergshütte

Die Sanierung des Daches der Weinbergshütte am oberen Weinbergsweg soll circa 6200 Euro kosten. Aus dem Gremium kam jetzt der Vorschlag die Maßnahme mit Unterstützung von Vereinen in Eigenleistung durchzuführen. Der 2. Bürgermeister Andreas Neder (ABB/Interessengemeinschaft) meint, dass die positiven Erfahrungen hinsichtlich der Unterstützung durch einen gemeinschaftlichen Einsatz beim Waldkindergarten hier Anlass zur Hoffnung geben. Neder erhielt vom Gremium den Auftrag, die möglichen Helfer zu kontaktieren und in der nächsten Sitzung das Ergebnis vorzustellen.

Punkt für Punkt aus dem Gemeinderat

Sondersitzung Am 15. Oktober um 19.30 Uhr befasst sich eine Sondersitzung des Gemeinderates ausschließlich mit dem von dem Wattmanufactur projektierten Solarpark im Bereich der Aussiedler.

Bürgerversammlung Geplanter Termin ist der 4. Dezember in der Turnhalle.

Walderlebnisführer Die Naturschule Dietz plant im Haus erLebenskunst und im Ramsthaler Wald die Durchführung einer Ausbildung zum Walderlebnisführer. Der Gemeinderat befürwortet dies.

Kreisumlage Bei einem Hebesatz von 41,5 Prozent beträgt der an den Landkreis abzuführende Betrag 424 300 Euro.

Gütesiegel Das Heimatministerium des Freistaates schreibt die Möglichkeit einer Bewerbung um das Gütesiegel Heimatdorf 2021 aus. Der Gemeinderat beschließt an dieser Ausschreibung teilzunehmen.

Lampen Im kommenden Jahr soll nun auch die Hauptstraße auf energiesparende Beleuchtung umgestellt werden. Die Kosten von etwa 16 000 Euro sollen in zwei bis fünf Jahren amortisieren und werden in den Haushalt 2021 eingestellt.

Geldautomat Die ersatzweise Aufstellung eines Geldautomaten für den abgebauten der VR-Bank durch einen Dienstleister sei möglich, informierte der Bürgermeister. Jedoch lägen die Kosten hier bei 4,40 Euro je Abhebung. Dies würde von den Kunden nicht akzeptiert. Die VR-Bank hat nach seinen Angaben ihren Kunden angeboten, diese einmal im Monat mit Bargeld zu beliefern.