Der Vorstand des Hammelburger Feuerwehrvereins wurde hauptsächlich im Amt bestätigt. Am Samstag trafen sich die Floriansjünger zu ihrer Jahreshauptversammlung in der Wehr. Das Triumvirat der gleichwertigen Vorsitzenden Michael Merz, Alexander Dangel und Matthias Ruppert wurde einstimmig wiedergewählt.
Weiterhin ist Irma Sell die Schriftführerin sowie Adam Hofmann erster Kassier und Daniel Dangel zweiter Kassier. Lediglich bei den Vertrauensleuten gab es einen Wechsel mit Peter Sell, Christopher Baumbach und Julian Leurer. Geblieben ist Andreas Trunk als Vereinswart. Neuer Zeugwart ist Johannes Fella. Hans-Georg Eberlein und Josef Ruppert prüfen die Kasse.

Digitalfunk steht vor der Tür

Was vielen erst jetzt bewusst wurde: Kreisbrandinspektor Peter Sell vollendet heuer sein 63. Lebensjahr und scheidet aus diesem Grund im Herbst automatisch aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr aus. Die Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt klappe hervorragend. "Der Digitalfunk steht unmittelbar vor der Tür", bestätigte Sell die baldige Lieferung von Handfunkgeräten, die Ende des Monats oder spätestens im April erwartet werde. "Dann gibt es auch in dem analogen Funkloch Heiligkreuz mit dem Digitalfunk kein Problem mehr", bestätigte Erster Hauptkommissar Alfons Hausmann, Leiter der Polizeidienststelle Hammelburg. Er wünschte eine bisher noch nicht mögliche Verständigung per Funk zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
"Ich bin stolz auf diese Wehr", dankte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) für die Präsenz der 69 Aktiven in Hammelburg. "Fast täglich ertönt die Alarmsirene, und die Stützpunktwehr rückt aus", sagte er. Das bedeute, dass es oft tagsüber zum Einsatz gehe, wenn die Feuerwehrleute in ihren Berufen arbeiten. Insgesamt seien es 126 ernsthafte Einsätze gewesen, berichtete Kommandant Michael Ohmert.
Darunter hätten technische Hilfeleistungen weiterhin den ersten Platz der Häufigkeit vor den Bränden, so der Kommandant weiter. Aber nicht nur zu Verkehrsunfällen und Verkehrsabsicherungen rückten die Floriansjünger im vergangenen Jahr aus, sondern auch zu Einsätzen wie Wasserrettung, Gefahrenstoffaustritt, Absturzgefährdung (Muldenkipper), Vermisstensuche und Tierbergung. Auch drei zu bergende Tote habe es 2014 gegeben.

Warten auf den Rüstwagen

Erfreulich sei die Anschaffung von zwei Wärmebildkameras, so Kommandant Ohmert. Dadurch könne gezielt der Brandherd in verrauchter Umgebung bekämpft werden. Sehnlich werde ein neuer Rüstwagen erwartet. Museumsreif seien alte Fahrzeuge in den Beständen der Hammelburger Wehr, die das Baujahr 1967 und 1970 hätten.
Auch der Pkw der Einsatzleitung habe seine besten Zeiten hinter sich. Die Kameraden hätten insgesamt 5636 Übungsstunden im vergangenen Jahr geleistet. Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann wies darauf hin, dass heuer die modulare Ausbildung für Feuerwehrleute begonnen habe.
Doch biete die Feuerwehr auch erfreulich gesellige Termine, berichtete Vorsitzender Michael Merz in seiner Jahresrückschau. So die Teilnahme an "Hammelburg moves" mit der Band just4, das eigene Florianifest mit dem Tag der offenen Tür sowie die aktive Präsenz beim Grünen Markt, beim Hofschoppenfest Müller, beim Gartenfest der Stadtkapelle, beim Kart-Turnier des AMSC und bei der Christbaumaktion.
Gefreut hatte sich Merz auch über die Renovierung des Florianistübchens und die Freischaltung der eigenen Homepage ( href="http://www.feuerwehr-hammelburg.de" title="www.feuerwehr-hammelburg.de">www.feuerwehr-hammelburg.de) im vergangenen Dezember.

Ehrenmitglied

Die Feuerwehrjugend habe 72 Stunden mit 28 Übungen verbracht, berichtete Jugendleiter Manuel Wurst. Löschen, Retten und Vermissten-Suche seien dabei im Vordergrund gestanden. Aber auch ihre Freizeit verbrachten die zwölf Jugendlichen gern zusammen, etwa bei einer Ausfahrt nach Nürnberg und Sand/ Main oder im Zeltlager. Pfarrer Thomas Eschenbacher dankte für die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, speziell wenn es um Verkehrsabsicherungen bei Prozessionen gehe. Zum Dank überreichte er ein Foto der vier Sterne von den Ministranten.
Klara Werberich erhielt die Ehrenmitgliedschaft des Feuerwehrvereins. "Wegen der Mitarbeit im Verwaltungsrat seit 1979 und wegen besonderer Verdienste während der Zeit als aktives Mitglied", betonte Merz. Eine Ehrung in Silber ging an Edgar Hirt, Florian Müller, Michael Ohmert, Irma Sell und Stefan Ruppert. Bronze erhielten Holger Rüger, Philipp Seltmann und Regina Merz.