"Der Platz ist fertig und alle 18 Löcher können wieder bespielt werden", sagt Horst-Dieter Sauter, Vizepräsident des Golfclubs Maria Bildhausen und zeigt sich vor allem auch erleichtert und zufrieden, dass das Wetter größtenteils mitgespielt hat und der finanzielle Rahmen von rund 500 000 Euro eingehalten werden konnte. Nur der Kälteeinbruch im Januar und Februar hatte einige Sorgen bereitet.
Der reichliche Regen in den letzten Monaten war gut für das Anwachsen der frisch verlegten Rasensoden und neu angesäten Flächen. Für die Umbauplanungen wollte ein Architekt rund 100 000 Euro. "Die konnten wir uns sparen", freut sich Sauter. Dank der "Riesenerfahrung" des eigenen Greenkeepers Reinhard Michalk, der auch Golfplatzbau gelernt hat, und der Erfahrungen des Präsidiums konnte der Umbau des Platzes clubintern gelöst werden.


Lob an die Mitarbeiter


Ein ganz dickes Lob verteilte Sauter an Vereinsmitglieder für die ehrenamtliche Mithilfe und vor allem an die Platzpflegemannschaft. "Die haben Außergewöhnliches und Enormes geleistet", so Sauter. Schließlich half das Team nicht nur bei der Um- und Neugestaltung tatkräftig mit, die normale Pflege des Platzes musste auch bewältigt werden. Alle 18 Greens wurden vom Untergrund neu aufgebaut und mit Rollrasen belegt. Komplett neu gestaltet und teilweise verlegt wurden die Löcher drei bis sieben, sowie neun.
Optisch hervorstechen besonders das neue Halbinselgrün Loch sechs und Loch neun. Verschiedene, für das Spiel überflüssige Bunker wurden eingeebnet und zusätzlich elf Abschläge verändert. Für die Herren hat sich die Spielfläche um 100 Meter verlängert und damit etwas erschwert, für die Damen ist sie etwas kürzer und leichter geworden. "Die Löcher wurden interessanter, sind aber auch für den Golfanfänger zu bewältigen", sagt Sauter.
Der Golfclub Maria Bildhausen werde sich für größere Turniere bewerben, wenn der Platz im Herbst neu bewertet ist. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Golfclubs werde die offizielle Eröffnung des neu gestalteten Platzes erfolgen. Ob der Platz schwieriger geworden sei, lasse sich nur schwer sagen, meint Gerhard Schubert. Auf alle Fälle sei es jetzt eine Premiumanlage, die zukunftsorientiert sei. "Ich habe schon auf rund 100 Plätzen gespielt, aber einen Platz mit dieser Qualität findet am nur selten", sagt der Münnerstädter Pädagoge. Der Platz werde in den nächsten Jahren ein echtes Juwel und eine Herausforderung für jeden Golfer werden.
Für den Schweinfurter Reiner Thein, der seit 1994 erfolgreich in Maria Bildhausen golft, sind vor allem die ersten neun Löcher jetzt "herausfordernder und interessanter, auch durch das wunderschöne Halbinselgrün mit Loch sechs." Der ganze Aufwand habe sich gelohnt, denn "wir werden wunderschöne Grüns bekommen." Bemerkenswert findet Thein die aktive Unterstützung durch zahlreiche Mitglieder, auch von Frauen und Jugendlichen, die "gigantisch viel mitgeholfen haben."