Stolz und zufrieden strahlt Steffen Hildmann, Kommandant der Feuerwehr Langenleiten, mit dem nagelneuen Feuerwehrfahrzeug, ein TSF W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser), um die Wette.

Lange hat die Feuerwehr auf ihr neues Fahrzeug warten müssen, vor einigen Jahren wurde schon einmal über eine Neuanschaffung gesprochen, aber nicht weiter verfolgt. Bürgermeisterin Sonja Reubelt (CSU) griff das Thema erneut auf. Gemeinsam mit der Feuerwehr Reyersbach wurde eine Sammelbeschaffung organisiert.

Altes Fahrzeug wird verkauft

In Langenleiten hat das alte Fahrzeug, das aus dem Jahr 1983 stammt, nun ausgedient. Es soll verkauft werden. Interessenten können sich ab sofort an die Gemeindeverwaltung wenden. Die Gerätschaften und die Ausstattung aus dem bisherigen Fahrzeug wurden zum Großteil in das neue übernommen. Es handelt sich um Material für den Brandeinsatz.

Eine Staffel mit sechs Personen findet im Fahrzeug, das mit Atemschutzgeräten ausgestattet ist, Platz. "Super. Wir sind begeistert und mehr als zufrieden", betonen Hildmann und dessen Stellvertreter Stefan Rüttiger. 900 Liter Wasser führt das Fahrzeug mit sich. Damit sei der Erstangriff bei einem Brandeinsatz gewährleistet. Eine Pumpe ist an Bord, die sowohl im Fahrzeug, als auch außerhalb genutzt werden könne. Eine vierteilige Steckleiter statt bisher einer zweiteiligen gehöre außerdem zur Ausstattung.

Feuerwehrverein finanziell beteiligt

Der Feuerwehrverein Langenleiten hat sich mit rund 9000 Euro beteiligt. Ein Stromaggregat wurde angeschafft, mit dem bei Einsätzen die Örtlichkeit ausgeleuchtet werden könne. Bürgermeisterin Sonja Reubelt ließ sich vom Kommandanten die Einzelheiten erläutern und dankte ihrerseits für die Organisation und reibungslose Abstimmung. Hervorzuheben sei Maschinist Frank Söder und aus der Gemeindeverwaltung Guido Gesierich, der sich intensiv mit der Thematik befasst habe. "Das neue Fahrzeug war notwendig. Es war an der Zeit, es anzuschaffen", so Reubelt.

Abgasanlage einbauen

Ein Abgasabsauganlage soll noch im März in das Feuerwehrgerätehaus eingebaut werden. Dies sei bei einem Dieselmotor Vorschrift und koste die Gemeinde rund 7000 Euro. Die Einweisung der Truppe in das neue Fahrzeug erfolge in Kürze, versicherte der Kommandant. Auch trotz der Corona-Auflagen sei es nötig, dass die Mannschaft das neue Fahrzeug vor Ort kennenlerne. Die Beladung sei anders angeordnet als im bisherigen Fahrzeug. Bei Einsätzen sei es wichtig, dass die Feuerwehrler sich auskennen und jeder Handgriff sitze. Die notwendigen Schutzmaßnahmen werden bei der Einführung beachtet, sicherte Hildmann zu.