Es war ein Fotomarathon, aber er hat sich gelohnt: Fast sechs Stunden lang lichtete die Fotografin Kerstin Junker am Samstag im Georgi-Kurpark insgesamt 23 Hunde mit oder ohne ihre 18 Besitzer ab.

Die Aktion sollte Spendengeld für den Wiederaufbau des vor wenigen Tagen abgebrannten Tierheims Wannigsmühle bei Münnerstadt erbringen. Und das tat sie: 1500 Euro kamen insgesamt zusammen, die demnächst auf das für die Stiftung Tierheim Wannigsmühle eingerichtete Spendenkonto überwiesen werden.

Viele Hundebesitzer zahlten mehr, als den angesetzten Preis für ein Foto ihrer Vierbeiner

Diese Summe kam auch deswegen zusammen, weil viele Hundebesitzer mehr als die für ein Bild angesetzten 15 Euro in den Spendenumschlag steckten.

"Die Aktion ist mir spontan eingefallen, als ich vom Brand in der Wannigsmühle und dem damit verbundenen Leid der Tiere erfuhr", sagt Kerstin Junker. Die Unterleichtersbacherin engagiert sich selbst für das Tierheim in Fulda, erstellt dort jedes Jahr einen Tierheimkalender, dessen Verkauf ebenfalls viele Spenden für den Betrieb der Einrichtung einbringt.

Um das Fotoshooting durchführen zu können, musste Junker einige Dinge mit Polizei und Stadtverwaltung abklären. Schließlich sollte in Corona-Zeiten keine Ansammlung von wartenden "Fotomodels" oder Zuschauern entstehen.

Mit Hygienekonzept gab es kein Problem mit den örtlichen Behörden

Beide Behörden verhielten sich aufgeschlossen. Kerstin Junker musste lediglich ein Hygienekonzept erstellen und einhalten. Die Hundehalter wurde im Viertelstundentakt zur "Foto-Location" an der Sinn bestellt; die meisten kamen aus Bad Brückenau, Bad Kissingen und Schlüchtern. Sogar ein Pärchen aus Frankfurt/Main kam mit seinem Liebling angereist.

Da so ein Ereignis nicht allein zu stemmen ist, hatte Junker rund zehn Helfer. Sie halfen beim Aufbau des Zeltes, bei der Gesamtkoordination. Und passten auch mal auf den ein oder anderen Hund auf.