"Das gab's in unserer 177-jährigen Geschichte noch nicht", freute sich Vorstandsvorsitzender Roland Friedrich.
Fahrenschon bezeichnete sich selbst als "oberster Kundenberater" der Sparkassen. Bei insgesamt 133 000 Beratern bundesweit ist das durchaus ein Privileg. Fahrenschon gab sich optimistisch, dass diese 133.000 Mitarbeiter auch in Zukunft benötigt werden, obwohl gestern die Digitalisierung im Mittelpunkt aller Gespräche stand.

"Das Erfolgskonzept der
Sparkassen ist die Nähe zum Kunden", sagte Verwaltungsratsvorsitzender Thomas Bold. "Unser Ziel ist, die Regionalität mit dem Auftritt im Netz zu koppeln", ergänzte Fahrenschon. Dafür gibt es unter anderem Banking Apps, die sogar zu 14 Prozent von Nicht-Sparkassen-Kunden genutzt werden: "Unsere App wird jeden zweiten Tag besucht, aber die Kunden kommen im Schnitt nur zwei Mal im Jahr in unsere Filialen", sagte Fahrenschon über das Verhältnis von Online- und persönlichen Kontakten.

Trotzdem: "Unsere Geschäftsstellen werden der Hauptvertriebsweg bleiben, die Kunden setzen auf den persönlichen Kontakt", sagte Vorstand Michael Rendl. Bei der Sparkasse Bad Kissingen werden derzeit rund ein Drittel der Girokonten online verwaltet, etwa jeder vierte Kunde nutze die Sparkassen-App. Tendenz steigend, auch bei älteren Kunden: Die am schnellsten wachsende Gruppe bei der Internet-Nutzung seien die 50- bis 59-Jährigen.
Aber auch bei den Geschäftsstellen denke die Sparkasse um: "Wir haben die SB-Technik viele Jahre vor die Filiale gebaut, jetzt holen wir die Automaten wieder zurück in die Räume." Die Idee dabei: Die Mitarbeiter sollen wieder einfacher und öfter Kontakt mit den Kunden aufnehmen können.