Mehr Austritte als Neuzugänge und viele Verstorbene: Die Region Saale-Sinn im Rhönklub hat im vergangenen Jahr 311 Mitglieder verloren: 9495 Mitglieder hatten die 34 angeschlossenen Zweigvereine Ende 2015, nur noch 9184 waren es zum jüngsten Jahreswechsel. In der Region Saale-Sinn sind die meisten Zweigvereine der bayerischen Rhön zusammengefasst sowie einige weiter entfernte Rhönklub-Freunde, etwa in Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg oder Düsseldorf.


Insgesamt 1463 Wanderungen

An den insgesamt 1463 Wanderungen der Region Saale-Sinn nahmen mehr als 26 000 Wanderer teil. Weitere 16 600 Mitglieder kamen zu den 324 Kulturveranstaltungen wie Theaterfahrten. Wichtiges Bindeglied ist das Ehrenamt: Allein für die Markierung der 1065 Kilometer Wanderwege investierten die Mitglieder mehr als 1500 Arbeitsstunden. weitere 1769 Arbeitsstunden flossen in den Naturschutz sowie 2616 in die Hütten der Zweigvereine.
Laut dem bisherigen Regionsvorsitzenden Thomas Hammelmann ist der Rhönklub auch ein großer Wirtschaftsfaktor: 89 446 Euro wurden allein in die Hütten investiert, weitere Ausgaben gab es für Kultur-, Jugend- und Familienarbeit. In der jüngsten Regionsversammlung blieb die Stelle des Vorsitzenden vakant, weil Thomas Hammelmann nicht mehr antrat (siehe Titelseite). Zu Stellvertretern wurden Konrad Tripp vom Zweigverein Bad Königshofen und Dieter Büttner vom Zweigverein Bischofsheim gewählt. Weil auch kein Schriftführer gefunden wurde, soll in Zukunft der Zweigverein die Protokolle schreiben, in dessen Bereich die Regionsversammlung stattfindet.
Kassenwart der Region Saale-Sinn ist bereits seit 31 Jahren Werner Lieb. Auch die Posten des Wander- und des Kulturwarts blieben vakant, allerdings organisiert Rudolf Gerr noch die Kulturtagung im Herbst in Bad Brückenau. Als Wegewarte wurden Ludwig Euring vom ZV Bad Neustadt, Sylvia Karalus vom ZV Wildflecken und Robert Gross vom ZV Bad Kissingen gewählt. Naturschutzwart ist Klaus Neisser vom ZV Bad Brückenau, vertreten wird er von Torsten Kirchner.


Marode Milseburg-Hütte

Ausführlich diskutiert wurden die Pläne für die Milseburg-Hütte: Abriss der alten Hütte und Neubau sind mit 800 000 Euro veranschlagt. Das Thema soll bei der Hauptversammlung im Juni geklärt werden. Probleme könnte es unter anderem wegen der Kernzone geben. Alternative wäre eine einfache Schutzhütte des Naturparks. Rudolf Gerr berichtete über das erste Rhönlied-Konzert, das sich dank Sponsoren und 500 Besuchern selbst getragen hat.
"Alle haben die Ärmel hoch gekrempelt und mit angepackt, wenn es notwendig war", blickt Thomas Hammelmann auf seine Amtszeit zurück. Er verwies auf in Summe 95 Jahre, die er bereits in Ehrenämter investiert hat: vom Kassier beim Käfer- und Buggy-Klub über den Vereinsbeirat der Stadt Bad Kissingen bis zu mehreren Funktionen im Rhönklub. Dafür wurde er einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt würdigte das Engagement Hammelmanns mit dem goldenen Klubabzeichen und den Worten: "Thomas Hammelmann hat einen guten Job gemacht." Diskutiert wurde zudem über den möglichen Nationalpark Rhön. Marita Albert/Ralf Ruppert