Am Wanderparkplatz oberhalb von Sandberg steht seit kurzem ein E-Ladesäule. Bürgermeisterin Sonja Reubelt und Christine Pfaff von der Bayernwerk Netz GmbH haben die Säule offiziell in Betrieb genommen.

Es handelt sich um eine LEW eStation smart mit zwei Ladepunkten mit jeweils 22 kW. Der Standort am Wanderparkplatz bot sich gerade zu an, betonte Bürgermeister Reubelt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Barfußpfad mit Sitzgruppe zum Verweilen, die neue Kneippanlage und der Naturerlebnispfad. Auch zum Kreuzberg und Neustädterhaus sei es nicht weit. Gerne werde der Parkplatz als Ausgangspunkt für Wanderungen genutzt. "Am Wochenende ist er sehr gut frequentiert", so Reubelt.

Nun könne das Fahrzeug während einer Wanderung bequem aufgeladen werden. Natürlich biete sich auch ein Gang nach Sandberg an, um beispielsweise den Ausstellung-Pavillon, der die Bedeutung Sandbergs als Schnitzstandort, unterstreicht, zu besichtigen.

Damit die E-Ladesäule installiert werden konnte, musste im ersten Schritt eine Ortsnetzstation errichtet werden. Dies sie aus mehrfacher Sicht notwendig gewesen, erläuterte Reubelt. Zum einen natürlich für die E-Ladesäule, zum anderen für die Versorgung des nahe gelegenen Festplatzes mit Strom. Das weithin bekannte Fest "Der Berg ruft" findet jährlich in Sandberg statt - so nicht Corona dem gesellschaftlichen und geselligen Leben einen Strich durch die Rechnung macht.

Außerdem werde der Stromanschluss für den Wohnmobilstellplatz benötigt, den Bürgermeisterin Reubelt an den Wanderparkplatz anschließen möchte. Derzeit laufen bereits die Planungen, in 2021/2022 soll die Anlage kommen. "Es ist ein traumhafter Platz mit Blick weit ins Land hinein", so Reubelt. Schon heute stehen viele Wohnmobilisten gerne auf dem Platz, ihnen möchte sie mit einer Infrastruktur einen heute üblichen Standard bieten. Auch die Installation einer E-Ladesäule war eine Idee der Bürgermeisterin. "Wir sind ein E-Mobilitäts-Landkreis dazu gehört auch die entsprechende Infrastruktur." 10 600 Euro kostete das Projekt inklusive Fundament. 40 Prozent wurden nach der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland (Bundesprogramm) gefördert. An der E-Ladesäule wird jede Ladekarte eines Elektromobilitätsanbieters akzeptiert, der dem "Hubject"-Ladeverbund angehört. Zudem besteht eine direkte Lademöglichkeit ohne separate Anmeldung (Ad-hoc-Laden) mit einem Smartphone: Einfach den dargestellten QR-Code an der Ladesäule scannen, den Ladepunkt auswählen und das Elektroauto aufladen. Vor dem Ladebeginn sehen Nutzer immer den gültigen Preis. Die Abrechnung erfolgt über EC- oder Kreditkarte. Eine weitere Möglichkeit ist das Laden über die "E.ON-Drive" oder die "eCharge"-App.

Die nächsten Ladesäulen, die über die Bayernwerk Netz GmbH eingerichtet wurden befinden sich in Oberthulba, am Berghaus Rhön und am Haus der schwarzen Berge in Oberbach.