Am Feuerwehrhaus in Hohn hängt nun ein Defibrillator, der für jeden zugänglich ist. Dieses Gerät kann Leben retten. Ein Kammerflimmern kann nur ein Elektroschock unterbrechen, der von einem sogenannten automatisierten externen Defibrillator (AED) oder "Laien-Defibrillator" abgegeben werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Marktgemeinde Bad Bocklet.

Voraussetzung ist ein Gerät in unmittelbarer Nähe. Wenn das Herz in eine lebensgefährliche Rhythmusstörung gerät, ist schnelle Hilfe erforderlich und es werden sofortige Maßnahmen der Wiederbelebung nötig.

Möglich war die Realisierung des Projektes über die Crowdfunding-Plattform (Schwarmfinanzierung) der Volksbank Bad Kissingen.

Ziel war die Anschaffung eines Laien-Defibrillators mit automatisierter telefonischer Verbindung zur Integrierten Rettungsleitstelle (ILS Schweinfurt). Martin Unrath trug diese Idee an Markus Schmitt heran. Sowohl die Feuerwehr Hohn sicherte ihre Unterstützung zu als auch die Gemeinde in Form des Unterhalts des AED. Markus Schmitt initiierte das Projekt zusammen mit der Volksbank Bad Kissingen über die Crowdfunding-Plattform des Geldinstitutes.

Ausreichend Unterstützer gefunden

Bereits kurz nach Projektstart fand das Unterfangen ausreichend Unterstützer, so dass die Finanzierungsrunde gestartet werden konnte. "Vielen Dank an alle Spender! Ein besonderer Dank geht an Herrn Heidl, der das Projekt mit 1500 Euro unterstützte und die Spende der Jagdgenossen Steinach-Hohn in Höhe von 1000 Euro coronabedingt vorstreckte", freut sich Markus Schmitt über die Unterstützung.

Ebenfalls hervorzuheben sei die Unterstützung der Volksbank Bad Kissingen, welche jede Einzelspende um zehn Euro aufstockte, sowie die Spenden örtlicher Unternehmen und vor allem die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung, welche maßgeblich zur Realisierung des Projektes beitrugen, heißt es weiter. Bei der Auswahl des Gerätes stand das Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen mit Rat und Tat zur Seite. Rainer Schumm vom ZTM stellte im Rahmen einer "Dankeschön-Veranstaltung" allen anwesenden Spendern und Interessierten das Gerät vor und nahm so die Angst davor, das Gerät zu benutzen.