Ei, Ei, Ei ein Gemälde

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Die Eierschachteln, in denen die Bio-Eier des Biohofs Henninger verkauft werden, tragen Etiketten, die mit Gemälden der Realschüler geschmückt wurden. Foto: Björn Hein
Die Eierschachteln, in denen die Bio-Eier des Biohofs Henninger verkauft werden, tragen Etiketten, die mit Gemälden der Realschüler geschmückt wurden. Foto: Björn Hein
Im Rewe-Markt in Bad Brückenau, wo die Bio-Eier des Biohofs Henninger verkauft werden, stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Projekt vor. Foto: Björn Hein
Im Rewe-Markt in Bad Brückenau, wo die Bio-Eier des Biohofs Henninger verkauft werden, stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Projekt vor. Foto: Björn Hein
 

Die Klassen 6a und 6b der Staatlichen Realschule Bad Brückenau haben sich mit Hühnern befasst. Und sie entwarfen sogar Etiketten für Eierkartons.

Hühnereier haben derzeit Hochsaison. Kein Wunder, steht Ostern doch unmittelbar vor der Tür. Beim Griff ins Regal des Supermarktes machen sich aber wahrscheinlich nur die allerwenigsten Gedanken darüber, wie Haushühner eigentlich leben und wie die Eier dann beim Verbraucher landen. Die Schülerinnen und Schüler der 6 a und 6 b der Staatlichen Realschule Bad Brückenau haben sich hiermit intensiv beschäftigt. "Die Eier für das Fach Kochen werden schon seit langem im Rewe-Markt in Bad Brückenau gekauft. Dabei kamen wir mit Ralf Henninger ins Gespräch, der die Eier seines Naturlandhofes dorthin liefert", erklärt Lehrerin Stephanie Schlichtegroll den Ausgangspunkt für das Projekt. Ralf Henninger war auch gleich begeistert davon, dass die Schülerinnen und Schüler planten, die Eierschachteln mit selbst gestalteten Zeichnungen zu versehen. Aus dieser Idee entstand dann innerhalb kurzer Zeit ein fächerübergreifendes Projekt, in dem die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten, sondern sich auch intensiv mit dem Leben des Federviehs beschäftigten.
Bei einem Vor-Ort-Termin im Rewe-Markt in Bad Brückenau stellten sie die Ergebnisse vor. "Wir haben uns über das Leben der Hühner auf einem Naturlandhof informiert. Bei den Haltungsformen haben wir herausgefunden, dass die Freilandhaltung und die ökologische Haltung für das Tierwohl am besten ist", erzählen Jens Bock und Luka Haun. "Die Fortpflanzung der Hühner haben wir dann im Fach Biologie bei Frau Antje Ferkinghoff durchgenommen und auch erfahren, dass sie sich bei Stress die Federn auspicken", sagt Minou Leibold und Diana Barwich. So erfuhren sie viel Faszinierendes von diesen besonderen Tieren und auch darüber, wie die Eier schließlich beim Verbraucher landen. Nach diesen zahlreichen Informationen waren die Schülerinnen und Schüler dann kreativ tätig. So zeichneten sie mit Acrylfarben und Filzstift Hühner in ihrem Lebensraum, scannten die Bilder im IT-Unterricht ein und gestalteten Etiketten für eigene Eierschachteln. Die schönsten Motive haben Elisabeth und Ralf Henninger herausgesucht und damit die Schachteln gestaltet. Die Plakate, Bilder und Infotafeln, die im Zuge des Projekts entstanden, werden in einer Ausstellung in der Schule gezeigt, Besucher sind hier gerne willkommen.
Doch damit ist das Projekt noch nicht abgeschlossen: "Wir wollen noch eine Waffelparty machen, wobei die Eier vom Naturlandhof Verwendung finden werden", sagt Sascha Truz. "Außerdem ist eine Exkursion zum Biohof Henninger geplant, wo wir mehr über das Leben der Hühner erfahren werden", sagt Schlichtegroll. "Wir freuen uns sehr, dass hier eine Kooperation zustande kam. Die von den Schülern gestalteten Eierschachteln werden mit Inhalt im Rewe-Markt in Bad Brückenau verkauft", erklärt Elisabeth Henninger. Sebastian Haucke vom Rewe-Markt freut sich, dass die Schülerinnen und Schüler sich über das Leben der Haushühner informiert haben und dabei auch erfuhren, wie aufwendig das Prozedere ist, bis die Eier schließlich beim Verbraucher landen. "Meine Schülerinnen und Schüler haben dabei eine Menge gelernt. Durch das fächerverbindende Projekt konnten wir den Unterricht kreativ und interessant gestalten", erklärt Schlichtegroll. So habe n viel über Hühner erfahren können und auch über die Lebensumstände.