Denn für einen Dorfladen brauche man neben geeigneten Räumen und Parkflächen auch Bürger, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Holger Zwirlein forderte darauf hin, dass für interessierte Leute ein Treffen organisiert werden solle.

Richard Dees war sich sicher, dass sich bei rund 1400 Einwohnern wie in Ebenhausen ein Lebensmittelgeschäft lohnen würde. Aber Siegfried Erhard entgegnete, dass die Bemühungen der Gemeinde, einen Händler oder Discounter in den Ort zu bringen, gescheitert sind. "Die lassen sich dort nieder, wo bereits andere Märkte sind."
Als Alternative schlug Thomas Haut einen Bürgerbus vor. Der könnte, von ehrenamtlichen Bürgern gefahren, die Leute zum Einkaufen oder zum Arzt fahren. Noch funktioniere das System der Nachbarschaftshilfe. Aber die Situation sollte immer wieder neu bewertet werden.

Richard Dees wünschte sich ein zumindest ein kleines neues Baugebiet. "Es gibt in der Gemeinde viele unbebaute erschlossene Grundstücke. Leerstände nehmen zu. In einen neuen Bereich müssten wir viel Geld investieren ohne zu wissen, wie es angenommen wird. Die demografische Entwicklung spricht nicht dafür", entgegnete der Bürgermeister. Absoluten Vorrang habe die Innenentwicklung, die in Zukunft viele Potenziale eröffne. Bauplätze besäßen in unserer Region keine Wertschöpfung. Der Gemeinde sei in den letzten Jahren nur ein Fall bekannt, dass ein Bauwilliger sich in einer anderen Kommune einen Platz gesucht habe.

Holger Zwirlein hakte zum Bahnhof nach. Gebäude und Umfeld befänden sich in einem fürchterlichen Zustand. "Wir haben in Kürze nach mehreren Anläufen einen Termin mit dem Eigentümer. Der Bahnhof ist eine Visitenkarte, bietet aber ein katastrophales Bild. Die Idee, das Areal zu erwerben, kann nur mit künftiger Nutzung und Kosten gekoppelt werden", erklärte der Bürgermeister.

Holger Zwirlein verwies außerdem auf Straßenschäden an den Zufahrten zur B 19 und empfahl: "Wenn in der Gemeinde entsprechende Arbeiten laufen, wäre es sinnvoll, diese Mängel vom jeweils zuständigem Träger wie Landkreis oder Gemeinde zu beheben".

Thomas Haut bemängelte, dass bei Beerdigungen auf dem Friedhof die Lautsprecher-Anlage oft ausfalle. Siegfried Erhard versprach, dass das behoben wird.Daraufhin regte Thomas Haut noch an, dass im Waldfriedhof unter ein paar Bäumen die Möglichkeit einer einfachen Urnenbestattung geschaffen werden sollte. Einen Friedwald hielt er nicht für angebracht. Herbert Distler ergänzte, dass im Friedhof in Gochsheim unter zwei Bäumen eine solche Bestattung möglich ist. Das sollte man sich einmal anschauen.

Schließlich informierte Siegfried Erhard darüber, dass im Oberen Werntal das Rad- und Wandernetz weiter ausgebaut wird. "Wir sind mit dabei, und beteiligen uns mit einigen Routen, deren Verlauf Werner Dengler und Reinhold Zwirlein erarbeitet haben. Die Strecken mit Aussichtspunkten, Parkplätzen und Raststation würden noch beschildert.