Telefonbetrüger haben erneut versucht, durch Schockanrufe bei älteren Menschen Wertsachen und Geldbeträge zu ergaunern. Dabei gibt es offensichtliche Anzeichen für den Betrug, klärt die Polizei auf.
Erneute Fälle von Trickbetrug: Zwei Betrüger gaben sich als vermeintliche Polizeibeamte aus und versuchten bei einer 90-Jährigen aus Breitenbach und einer 70-Jährigen aus Kothen in Unterfranken Wertgegenstände und Bargeld zu ergaunern, berichtet die Polizeiinspektion Bad Brückenau.
Die Polizei erklärt, auf welche Anzeichen Betroffene achten sollten, um nicht darauf hereinzufallen.
Betrüger geben sich als Polizei aus - und fordern Kaution und Schmuck
Bei dieser Art von Enkeltrick sahen die Angerufenen die Polizeirufnummer 110 auf dem Display, was sie glauben lassen sollte, dass die Betrüger tatsächliche Polizeibeamte seien. Wie die Polizei weiter schildert, wurde ihnen dann erzählt, dass ihre Enkelinnen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätten. Zur Freilassung ihrer Enkelinnen sollten die beiden Damen jeweils eine Kaution beziehungsweise Schmuck an einen Abholer übergeben.
In einem Fall wurde sogar eine Kaution in Höhe von 60.000 Euro gefordert, so die Polizei. Im Rahmen dieser Vorfälle macht die Polizei darauf aufmerksam, dass bei der echten Polizei niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl) erscheint. Die Täter können durch sogenanntes Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen, heißt es weiter. Die Polizei fordere außerdem niemals dazu auf, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereitzulegen. Gehe folgendermaßen vor, wenn dir solch ein Anruf widerfährt und weise deine Mitmenschen auf den Rat der Polizei hin:
- Lege auf
- Rufe selbst die Notrufnummer 110
- Spreche mit Bekannten und Verwandten darüber
- Übergebe keine Geldbeträge an Fremde