Die Gemeinde Oerlenbach schließt sich wie bereits andere Kommunen der Resolution des Landkreises gegen die Schließung des Schaeffler-Werkes in Elfershausen an. Bürgermeister Franz Kuhn (CSU) trug die Eingabe, die den unbegründeten Schritt der Firmenleitung trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung und die fatalen Auswirkungen auf Belegschaft im strukturschwachen Raum verdeutlicht, vor. Die Niederlassung müsse bleiben, zumal die Beschäftigten über Jahre freiwillige Mehrarbeit ohne Vergütung einbrachten und damit die schwarzen Zahlen, die das Werk schrieb, garantierten.

Eine gute Nachricht hatte Kuhn aber auch: Die Gemeinde hat vom Bund einen Zuwendungsbescheid über 50 000 Euro erhalten, um sich in Sachen Breitband beraten zu lassen. Mit Fotos belegte er weiter, dass im Friedhof in Eltingshausen eine Reihe von Bäumen deutliche, gefährliche Schäden aufweist: "Die Birken sind innen hohl und angefault und drohen bei Sturm umzuknicken. Unser Revierförster bestätigte die Risiken und empfahl, die schadhaften Bäume in diesem Winter zu fällen." Der Gemeinderat stimmte zu.


Schlechte Sicht bei Wildwechsel

Reinhard Landgraf verwies auf sich häufende Wildunfälle an der Ortsverbindungsstraße von Rottershausen nach Rannungen. "Auf unserer Seite haben sich die Bepflanzungen auf Ausgleichsflächen bis an den Weg ausgedehnt. Wenn Rehe oder Hasen die Straße überqueren, ist die Sicht für die Verkehrsteilnehmer sehr gering. In diesem Jahr kam es bereits zu fünf Kollisionen", berichtete er und empfahl, Hinweisschilder aufzustellen. Ferner beobachtete Landgraf, dass das Wasser aus dem Absatzbecken in der "Au" an der A 71 sehr rasch über den Graben abläuft. Beiden Anliegen wird die Verwaltung nachgehen.


Wirtschaftlicher Totalschaden

Nicht mehr reparabel ist der Antrieb der Glocke im Leichenhaus in Rottershausen. "Um eine Erneuerung kommen wir nicht herum", fügte Bürgermeister Kuhn an. Der Gemeinderat stimmte dem Angebot der Firma Perner (Passau) für einen neuen Motor einschließlich Einbau bei Kosten von 2 333,59 Euro zu.

Der TSV Ebenhausen möchte sein Breitensportangebot ausdehnen und dazu ein "Air-Track" zu 3900 Euro beschaffen. Wie der Bürgermeister auf Nachfrage ergänzte, können Schule, Kindergarten und Sportgruppe der Aylbewerber die Ausstattung mit nutzen: "Der Aufbau ist zeitraubend. Das Gerät bleibt dann stehen, so dass in zeitlicher Abstimmung die genannten Einrichtungen profitieren können." Die Gemeinde fördert den Kauf mit den üblichen zehn Prozent.

Zwei Planungen der Nachbargemeinde Poppenhausen berühren keine Oerlenbacher Interessen: Änderung des Flächennutzungsplans mit Aufnahme des Modellsport-Flugplatzes bei Pfersdorf und der Bebauungsplan in Nähe des Sportgeländes mit Errichtung eines eingruppigen Kindergartens. "Bisher besuchten die Kinder die Einrichtung in Kronungen. Diese aber hat alle Aufnahmemöglichkeiten ausgeschöpft. In Poppenhausen gab es bislang keinen Kindergarten. Der Bedarf erfordert eine Lösung", ergänzte Kuhn.


Erschließungsarbeiten fast fertig

Benedikt Kessler hakte zum aktuellen Stand zum neuen Baugebiet "Westlich der Ziegelei" in Ebenhausen nach. "Kanal und Wasserversorgung sind abgeschlossen. Die Zufahrt müsste in diesen Tagen ebenfalls fertig sein, damit die Sperrung der Bahnhofstraße aufgehoben wird. Ob die Rabatten in diesem Jahr noch gesetzt werden, ist eine Frage der Witterung. Im Frühsommer 2017 jedenfalls muss die Erschließung beendet sein, damit die Bauinteressenten ihre Planungen vorantreiben können", erklärte Kuhn.

Nils Seidl verwies auf die Ausbreitung von Ratten im Bereich "An der Helle" in Oerlenbach und wünschte entsprechende Maßnahmen der Bekämpfung, um den Anwohnern Sorgen und Kosten zu ersparen.
Sein Ja gab der Gemeinderat für ein Einfamilienwohnhaus mit Garage "Am Bahndamm" in Rottershausen.