Verbunden mit dem Florianstag für die Feuerwehren der Großen Kreisstadt fand in Albertshausen auch die Fahrzeugsegnung des neuen Löschfahrzeuges der Stadtteilwehr statt. Damit verfügt nun auch die Freiwillige Feuerwehr Albertshausen über ein wasserführendes Löschfahrzeug, ein sogenanntes "Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser", wie Stadtbrandinspektor Harald Albert erläuterte.

Trotz schwieriger Haushaltslage habe die Stadt die Mittel für die
Neuanschaffung dieses Fahrzeuges zur Verfügung gestellt, "zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung", betonte Albert. Bürgermeister Toni Schick (DBK) blieb da nur noch die Aufgabe, all jenen zu danken, die sich ehrenamtlich für die Feuerwehren engagieren.


Familie muss mitspielen

Stellvertretender Kommandant Karsten Scheuring war schon beim Totengedenken und der anschließenden Kranzniederlegung darauf eingegangen, dass hinter jedem Feuerwehrmann und hinter jedem Freiwilligen auch eine Frau, oft genug sogar eine ganze Familie zu der Sache stehe. Oft genug seien sie die Leidtragenden wenn der Partner wegen eines Einsatzes oft stundenlang von daheim weg sei.

Pfarrer Benno Tietz, der derzeit die Krankheitsvertretung in Albertshausen übernommen hat, segnete nach Gottesdienst und Kranzniederlegung das neue Einsatzfahrzeug und wünschte den Wehrleuten immer gute Fahrt, eine gesunde Rückkehr von Übungen und Einsätzen und auch immer "genügend Wasser im Tank".

Platz für komplette Gruppe

Das Löschfahrzeug besitzt ein MAN-Fahrgestell und wiegt 7,49 Tonnen. Ausgerüstet ist "Florian Alb
ertshausen 46/1" für eine komplette Löschgruppe samt Atemschutz, im Heck befindet sich eine Pumpe mit 1000 Litern Förderung pro Minute. Neben dieser Ausrüstung besitzt das Fahrzeug Sitzplätze für neun Personen und ein Notstromaggregat samt Lichtmast. Gekostet hat dies alles rund 143 000 Euro, wobei ein staatlicher Zuschuss von 34 300 Euro gewährt worden war.

Ende Oktober 2014 war das Fahrzeug von der Feuerwehr Albertshausen in der Nähe von Chemnitz abgeholt worden. Nur eine dort beheimatete Firma baut einen 600-Liter-Wassertank in diese Fahrzeuggattung ein. Normalerweise ist das Fassungsvermögen größer, doch dann würde das Fahrzeug über 7,5 Tonnen wiegen und ließe sich nicht mehr mit dem alten "Dreier-Führerschein" fahren.