1964 hatte das "Werkvolk" die Grotte geschaffen, die der damalige Pfarrer Dr. Hans Haun am Fest Mariä Himmelfahrt einweihte. In den Wochen zuvor packten Vorsitzender Emil Erhard und 63 weitere Bürger kräftig mit an, um aus Feldsteinen die Grotte zu schaffen.

Gestiftet von Margarete Röder

"Wir wissen nicht, wer die Idee für den Bau hatte.
Jedenfalls dürfen wir heute allen danken, die sich damals begeistern ließen, einen Ort der Stille und des Gebets anzulegen. Ihr Erbe wollen wir annehmen und vor allem am 15. August feiern", betonte Seufert in seinem Rückblick auf die Geschichte der Grotte. Die Marienstatue, aufgestellt in einer Nische, die mit einem großen Findling abgedeckt ist, stiftete damals Margarete Röder.

Vor Jahren kam eine Figur der heiligen Bernadette - kniend vor der Gottesmutter - hinzu. "Wer sie dazu stellte, ist nicht bekannt", erklärte Seufert und fuhr fort: "Was wir wissen, ist, dass sich unsere Regina Schmitt von Anfang an um die Pflege der Grotte kümmert. Die Grotte ist dir ans Herz gewachsen. Zu ihr gehst du auch jetzt als 87-jährige mehrmals in der Woche hoch, um Blumen und Kerzen zu bringen, um Verblühtes und Laub wegzuräumen, um von zu Hause die Beleuchtung zu regeln und um dort Kraft und Zuversicht für den Alltag zu tanken." Ihren Dienst unterstützten ihre Ehemann, der bereits 1984 mit 56 Jahren starb, und ihre Kinder mit Familien. Dabei ist die Pflege gar nicht so einfach, liegt der Platz doch sehr im Schatten und ist feucht.

In den Dank schloss Seufert auch die Gemeinde ein: Sie baute den Weg von der Oberen Dorfstraße hoch zum Löhlein aus, erneuerte die Treppe einschließlich Geländer und Sitzbänken von der Hirtengasse aus und übernimmt seit Jahren die Mäharbeiten. Zusammen mit Pfarrer Edwin Ziegler und Kirchenpfleger Klaus Kiesel überreichte Roland Seufert an Regina Schmitt ein Präsent und Blumen.

In der Kirche

Eigentlich waren Marienandacht an der Grotte und Begegnung an der Mariensäule in Ortsmitte geplant. Doch das Wetter spielte nicht mit. So fand die Andacht - von der Blaskapelle unter Siegbert Keßler umrahmt - in der Kirche statt, ehe sich die Bewohner zu Gespräch und Stärkung in der Turnhalle versammelten.