Architekt Johannes Messerschmitt erläuterte das Fünf-Millionen-Projekt, das nach Abschluss vor allem die sportlichen Bedingungen verbessern wird. Die Sportstätte, 1984/1985 erbaut, wurde in all den Jahren sehr stark genutzt. Schäden blieben nicht aus, die aktuellen Vorschriften zu Brandschutz und Energieeinsparung erfüllte der Bau nicht mehr. Deshalb liefen schon vor Jahren Überlegungen für eine Sanierung an.
Der "alte" Gemeinderat unter Bürgermeister Siegfried Erhard gab 2012 erste Planungen in Auftrag. Angesichts der hohen Bausumme war ein VOF-Verfahren zur Architektenbeauftragung nötig. Diese Aufgabe fiel dem Büro Messerschmitt (Bad Kissingen) zu. Für die Planung wurden weitere Fachingenieure hinzugezogen.
"Wir liegen etwa zwei Wochen im Zeitplan zurück", informierte Messerschmitt den Gemeinderat. Der Abbruch durch die Firma Bock und Söhne (Babenhausen bei Memmingen), vergeben zu 66 400 Euro, habe etwas länger gedauert. Außerdem erschwerten Niederschläge die Fundamentarbeiten auf dem lehmigen Grund. Die restlichen Abbruchmaßnahmen und den Rohbau führt die Firma Weipert (Maßbach) zu 727 000 Euro aus. "Wir kommen mehr und mehr aus dem Boden heraus", erklärte der Architekt und verdeutlichte dies am bereits fertigen Lagerbereich für Pellets im Untergeschoss. Ebenso stünden alle Stützen als Stahlbetonfertigbauteile für die künftige Hallenhöhe von sieben Metern. Die fünf Pfeiler zum alten Trakt hin reichen bis zur Kellersohle.
"Die Halle wird nicht nur 1,5 Meter höher, sondern in Richtung Eltingshausen fünf Meter länger", so Messerschmitt. Bestehen bleiben Dusch- und Umkleidetrakt, Küche und Foyer. "Darüber aber nehmen wir aus statischen Gründen die Stahlbetondecke ab und ersetzen sie durch eine stärkere; denn darüber entstehen im Zuge der Hallenerhöhung weitere Gymnastikräume und damit zusätzliche Belastungen", so der Architekt. Parallel zur Halle seien Nebenräume für Geräte und als Magazine in Bau. Die Firma Weipert setzt vielfach Fertigbauteile ein. Zwischenwände werden in Ziegelbauweise eingefügt.
Das alte Heizungs- und Lüftungssystem habe die Firma Herold (Schweinfurt) zu 48 000 Euro ausgebaut. Wenn die Unterkellerung abgeschlossen ist, könne der Innenausbau für Heizung und Lüftung starten. "Was wir brauchen ist gutes Wetter, um ungestört voranzukommen", ergänzte Messerschmitt. Bei den bisherigen Regenfällen sei Wasser in Schützenheim und Kegelbahn im Untergeschoss in noch erträglicher Menge eingedrungen. Die Trocknung laufe. Um künftig gewappnet zu sein, habe man jetzt diesen Erdgeschossbereich abgedichtet.
"Wir werden von Zeit zu Zeit uns wieder hier treffen, um den Baufortschritt zu beobachten und aktuelle Fragen zu erörtern", versicherte Bürgermeister Franz Kuhn (BBO). Robert Erhard (WG) hakte zur Kostensituation nach. "Wir liegen im veranschlagten Rahmen. Je weiter wir aus dem Boden heraus kommen, mindert sich das Risiko für Mehrbelastungen", machte Messerschmitt klar. Jeden Mittwoch laufe mit Gemeinde, Ingenieuren und Firmen ein "Jourfix", um Rück- und Vorschau einschließlich Dokumentation zu halten.