Gute neun Wochen ist die Flutkatastrophe an der Ahr jetzt her und in den Medien ist immer weniger davon zu hören und zu sehen. Die Nacht vom 14. auf den 15. Juli veränderte für sehr viele Menschen alles.

Auch Jürgen Hurrlein, Gärtnermeister aus Bad Brückenau, hat die Ereignisse im eigentlich idyllischen Ahrtal mitbekommen. Dass tausende Bewohner obdachlos geworden sind, mindestens 133 Menschen gar ihr Leben in den Fluten verloren haben, drei immer noch vermisst werden.

Helferaktion verfolgt

Regelmäßig liest Hurrlein im sozialen Netzwerk Facebook die Beiträge von Landwirt Markus Wipperfürth aus Elsdorf und von Wilhelm Hartmann aus Fulda, der ebenfalls einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb führt. Beide sind schon seit dem zweiten Tag als ehrenamtliche Helfer im Ahrtal. "Es beeindruckt mich sehr, was dort geleistet wird, um den Betroffenen zu helfen und am liebsten würde ich selbst hinfahren und mit anpacken", sagt Jürgen Hurrlein. Doch das ist für ihn leider nicht möglich. Also überlegte der Bad Brückenauer, was er selbst tun könnte. "Am dringendsten wird natürlich Geld gebraucht, um das Nötigste kaufen zu können. Da kam mir die Idee für eine Spendenaktion."

Hoffen auf eine "schöne Summe"

Neben seiner Arbeit im Blumenladen und der Gärtnerei fotografiert Jürgen Hurrlein und hat mit seinen großformatigen Bildern auf Leinwand schon mehrere Ausstellungen bereichert. Diese Bilder will er jetzt zu Sonderpreisen verkaufen und die Einnahmen für die Flutopfer im Ahrtal spenden.

Ausgestellt sind die Bilder bei Blumen Hurrlein in der Bahnhofstraße; sie können dort angeschaut und erworben werden. "Ich würde mich sehr freuen, wenn eine schöne Summe zusammen kommen würde", sagt Hurrlein. "In Kürze wird es auch noch einen "Flutkalender" geben", verrät er.