"Weil's Dich betrifft" ist eine besondere Gottesdienstreihe des Pastoralen Raums Burkardroth überschrieben, die am Freitag 19. März, um 18 Uhr in der Kirche von Frauenroth mit einem Gottesdienst für Väter fortgesetzt wird.

Seit den 1960er Jahren bemüht sich die Kirche um offenere Formen des Gottesdienstes. Der Priester ist seither den Gläubigen zugewandt, die Gemeinschaft vor Gott wird betont und neue Formen von Gottesdiensten haben sich entwickelt. Die derzeitigen, der Pandemie geschuldeten Lebensumstände stellt die, angesichts schwindenden Zuspruchs bei den Gottesdiensten ohnehin besorgte Kirche, vor nochmals neue Herausforderungen. Für den Pastoralen Raum Burkardroth, der die Pfarreiengemeinschaften Burkardroth und Bad Bocklet verbindet, hat deren kreativer Gottesdienstbeauftragte Walter Kuhn neue Ansätze gefunden. So bietet ein junges, ökumenisch arbeitendes Team online Gottesdienste unmittelbar vor christlichen Festen an, präsentiert dazu gute Musik, um junge Menschen zu bewegen, Zeit zum Nachdenken und auch fürs Gebet zu finden.

Jetzt hat Kuhn in Burkardroth mit der Zielgruppen-Gottesdienstreihe eine neue, mutige Andachtsform gefunden: "Es ist wie ein Aufbruch, denn auch diese Form versteht sich als Ergänzung zum herkömmlichen Gottesdienst". Nicht unbedingt in einer Kirche, bewusst nicht am Sonntag, wendet sich die Reihe an wechselnde Zielgruppen, soll Menschen in einer bestimmten Lebenssituation ansprechen.

Ihre Gestaltung ist nicht an die Liturgie der Sonntagsgottesdienste gebunden. Erfahrungen aus den bisherigen Gottesdiensten der Reihe - im August "Männer vor oder nach Operationen" im Kurpark von Bad Bocklet, oder am Valentinstag 2021, zu der Paare in die in die St. Oswald Kirche von Stralsbach eingeladen waren - machen Mut. So ist vieles möglich, wie etwa in Frauenroth, wo verschiedene Stationen auf die Teilnehmer warten.

Gotteshaus bewusst gewählt

Das Motto "...Vater sein dagegen sehr!" - nach dem bekannten Heinz Rühmann Film - passt zum Tag: Der 19. März ist "Josefstag", landläufig gerne mit einem "Josefimarkt" gefeiert, ursprünglich aber mit besonderer Gebetsverehrung des Schutzheiligen Josef, dem "Nährvater" Jesu. Auch das Gotteshaus ist nicht zufällig gewählt: In der romanischen St. Blasiuskirche von Frauenroth liegt ein tiefgläubiger Mann - und leiblicher Vater - begraben, der Minnesänger und Kreuzfahrer Otto von Botenlauben, der vor fast 800 Jahren das ehemals Zisterzienserinnen geweihte Kloster gründete. Zwei Väter, Walter Kuhn und Kurseelsorger Rainer Ziegler, gestalten den etwas anderen Gottesdienst und laden glückliche und besorgte Väter, Groß- Stief- und Adoptivväter, Patchwork- und wiederverheiratete Väter zu dem besonderen Gottesdienst ein. Die Papas, die rund um die insgesamt 18 Kirchtürme des Pastoralen Raums wohnen, sind eingeladen, ihre ganz eigenen Fragen und Gedanken mitzubringen, dürfen ihre Geschichte(n) erzählen und finden vielleicht Gründe, auch in dieser Zeit dankbar zu sein.

Klosterkirche, Hutbuche, Lagerfeuer

Walter Kuhns Ansatz zu dieser Gottesdienstform heißt: "Da hat nicht eine(r) alleine das Sagen am Altar, sondern die Gottesdienstteilnehmer bekommen Gelegenheiten, persönliche Gefühle und Erfahrungen einzubringen". Dass die Coronaregeln eingehalten werden, ist selbstverständlich, so werden Lieder nicht gesungen, sondern Rainer Ziegler begleitet die gesprochenen Texte mit der Gitarre.

Gelegenheit zum Gespräch ist in Frauenroth auf den "Outdoor Stationen" gegeben. Sie beginnen am Wegkreuz oberhalb der Klosterkirche. Hier wird der Vater der Gottesmutter, der Hl. Joachim im Mittelpunkt stehen.

An der ehemaligen Hutbuche bietet die dramatische Geschichte um Abraham und seinen Sohn aus dem Alten Testament dann viel Gesprächsstoff. Im nahen Hof von Anette und Elmar Wehner endet der Gottesdienst, wenn rund um ein offenes Feuer die alttestamentliche Vaterfigur Hiob nochmals für Gedankenaustausch sorgen wird.

Anmeldung erforderlich

Wegen der Coronasituation ist eine Anmeldung bis 12.März unter Tel.: 09734/1860 bei Walter Kuhn erforderlich.

Die Reihe "Weil's Dich betrifft" wird am Samstag, 8. Mai, um 15 Uhr mit einem Muttertagsgottesdienst im Kurpark von Bad Bocklet fortgesetzt. Die Leitung hat dann die Gottesdienstbeauftragte Brigitta Bäumker. Eingeladen dazu sind Mütter aller Altersstufen mit ihren Kindern.