Die Becken leer und verwaist, stattdessen wuseln Arbeiter an den Anlagen; der Lärm von Flex- und Reinigungsgeräten zerschneidet die Luft: Die KissSalis-Therme in Bad Kissingen präsentiert sich derzeit ungewohnt. Revision und Instandhaltung statt Bade- und Saunabetrieb. Die Corona-Krise trifft die Thermal-, Schwimm- und Freibäder im Landkreis hart.

"Die Bäder", sagt KissSalis-Betriebsleiter Richard Pucher, "sind nicht stärker gefährdet als andere Bereiche." Überall werde auf Keimfreiheit geachtet; der Luftaustausch sei groß. Aber es hilft nichts: Noch darf weder seine Therme, noch ein anderer Badebetrieb in Deutschland aufmachen. Zu groß die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen zu nahe kommen und das Corona-Virus weitergeben.

Bis 3. Mai bleibe die Therme inklusive Gastronomie definitiv zu, sagt Pucher, Danach gebe es neue Informationen. "Ich gehe nicht davon aus, dass danach wieder auf ist."

Also bleiben - abgesehen von der derzeitigen Erweiterung der Saunalandschaft - nur "abschnittsweise Revisionen". Dafür bleibt nun mehr Zeit als sonst. Normalerweise läuft der Betrieb das ganze Jahr über durch; nur am 24. und 25. Dezember bleibt KissSalis geschlossen. Und im Sommer ist es dort etwas ruhiger.