Bis zu 27 Klienten werden normalerweise in der Einrichtung des Diakonischen Werkes Schweinfurt betreut, erhalten Tagesstruktur und Beschäftigung in Form verschiedener kreativer Angebote, haben die Möglichkeit, an unterschiedlichen Gruppenangeboten, aber auch an Freizeitmaßnahmen oder Ausflügen teilzunehmen und - besonders wichtig - erhalten hier ein tägliches gemeinsames Mittagessen. Das alles hat sich nun mit Ausbruch der Corona-Krise und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkung schlagartig geändert.

"Wir sahen uns aufgrund der aktuellen Situation gezwungen, die Tagesstätte bis auf weiteres zu schließen. Und dies mussten wir dann auch unseren Besuchern mitteilen. Die Enttäuschung in den Gesichtern war groß", berichtet das Team der Tagesstätte . Und immer wieder kam die Frage auf: "Was sollen wir denn ohne die Tagesstätte machen?"

Alle wirkten ratlos und überfordert. Das Team informierte darüber, dass telefonischer Kontakt und auch eine der Situation angepasste Form von persönlicher "Notfallbetreuung" gewährleistet sind.

Von üblicherweise drei Fachkräften der Tagesstätte Bad Kissingen hat sich eine Mitarbeiterin als examinierte Krankenschwester für die Dauer der Schließung zur Mitarbeit im ambulanten Kranken- und Altenpflegedienst des Diakonischen Werkes Schweinfurt zur Verfügung gestellt. Die beiden anderen Mitarbeitenden halten vor Ort "die Stellung" und bemühen sich, soweit möglich das Beratungsangebot in der Tagesstätte aufrecht zu erhalten oder Klienten mit Materialien für daheim zu versorgen.