Bad Kissingen
Freizeit

Bad Kissingen: Beste Feierlaune beim Salinenfest in Hausen

Am Wochenende war es endlich wieder so weit: Nach zwei Jahren staatlich verordneter Pandemie-Pause pilgerten von Freitag bis Sonntag Hunderte Besucher zur Oberen Saline und feierten das bei Jung und Alt beliebte Salinenfest.
Die Coverband "Heaven" sorgte am Eröffnungsabend mit "Musik für Generationen" für beste Stimmung. Foto: Sigismund von Dobschütz
Die Coverband "Heaven" sorgte am Eröffnungsabend mit "Musik für Generationen" für beste Stimmung. Foto: Sigismund von Dobschütz
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Es ist "das stimmungsvolle Highlight der Bad Kissinger Open-Air-Saison", wie es das Rathaus in seiner Ankündigung genannt hatte. Wie schon in früheren Jahren wurde auch das diesjährige Fest zu einem Treffpunkt gut gelaunter Familien, Freunde und Nachbarn und bot Gelegenheit zum harmonischen Miteinander von Kissingern und Besuchern der Welterbe-Kurstadt. Abends mauserte sich das ehemals fürstbischöfliche Gemäuer sogar zum Mekka für tanzfreudige Pilger.

Man bekam fast den Eindruck, als könnten es die Kissinger gar nicht mehr abwarten: Schon um 18 Uhr waren am Freitagabend alle Bänke im Innenhof des Museums dicht besetzt. Erste Paare ließen sich durch die "Musik für Generationen" der fränkischen Coverband "Heaven" auf die Tanzfläche locken. Wer erst kurz vor 19 Uhr zur offiziellen Eröffnung des Salinenfestes kam, musste sich die Begrüßungsworte von Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) im Stehen anhören.

"Was für Bismarck ausgezeichnet war, ist auchfür uns ganz in Ordnung"

Auch der Oberbürgermeister schien die frühe Party-Stimmung lieber genießen und feiern zu wollen. Seine Begrüßung fiel entsprechend kurz aus. "Was für Bismarck ausgezeichnet war, ist auch für uns ganz in Ordnung", würdigte er das einzigartige Ambiente der Oberen Saline, in der der Reichskanzler 14 Mal logiert hatte.Vor allem dankte er den vielen ehrenamtlichen Helfern, mit deren Unterstützung dieses traditionelle "Familienfest bei spätsommerlichen Temperaturen" wieder möglich geworden war.

Die Nachmittage am Samstag und Sonntag waren unter dem Motto "Entdecken, Spielen, Selbermachen" besonders den Familien mit Kindern vorbehalten. Während die Großen gemütlich zusammen saßen, durften sich die Kleinen an verschiedenen Spielen und kniffligen Aufgaben ausprobieren. So konnte man beobachten, dass es für die Jüngsten gar nicht so einfach war, eine Plastikente mit dem Angelhaken aus der Wanne zu fischen oder auf Stelzen über unebenes Gelände zu laufen.

Der kurze Regenschauer am Samstagnachmittag vertrieb zwar die Gäste kurzzeitig unter die großen Party-Schirme oder ins Museum, wo es einige Sonderausstellungen zu besichtigen gab. Doch glücklicherweise begann fast zur selben Zeit im Museumskeller das Puppenspiel "Vom kleinen König in der Hutschachtel" mit Puppenspieler Thomas Glasmeyer vom piccolo teatro espresso (Würzburg). Zuvor hatte schon der Maria-Stern-Kindergarten aus Hausen die jungen Besucher unterhalten.

Auch die Jets waren wieder dabei

Unumstößliche Tradition beim Bad Kissinger Salinenfest ist der Samstagabend mit "The Jets", der Kultband aus Franken. Dieser Termin scheint bei den Kissingern im Kalender fest eingetragen zu sein: Eine wahre Völkerwanderung machte sich am frühen Abend aus der Stadt entlang der Saale auf den Pilgerweg zum Party-Mekka Obere Saline. Zum Glück blieb trotz unsicherer Wettervorhersage die Nacht trocken, wenn auch herbstliche Temperaturen inzwischen wärmere Kleidung erforderten.

Der Sonntag begann wie immer am frühen Morgen mit dem Festgottesdienst, musikalisch mitgestaltet von der Golden Brass Band, die auch für die richtige Stimmung beim anschließenden Frühschoppen sorgte. Die Kinder wurden von der Stadtjugendarbeit und der Wasserwacht mit einem abwechslungsreichen Spielprogramm beschäftigt und bei Laune gehalten, während die Eltern, gut versorgt vom gastronomischen Angebot des Festwirts Zametzer & Krohn, sich in aller Ruhe mit Freunden austauschen konnten.

Am Sonntagnachmittag sorgte die Blaskapelle Hausen mit Blasmusik und Bigband Sound für den allmählichen Ausklang. "Es war wieder toll", war von vielen Besuchern zu hören.