Pastoralreferent Bernhard Hopf ist zurück. Zurück in Riedenberg, in der Pfarreiengemeinschaft Oberer Sinngrund - wobei er auch in den vergangenen Jahren mit diversen Aktivitäten in der Pfarreiengemeinschaft geistliches Leben mit gestaltete. Doch jetzt ist er als Pastoralreferent wieder offiziell im Dienst und zwar nicht nur in Oberen Sinngrund sondern im Pastoralen Raum Bad Brückenau.

Pfarrer Armin Haas begrüßte Hopf im Rahmen eines Gottesdienstes im Team. Freunde, Familie, Weggefährten und engagierte Gemeindemitglieder waren zugegen und feierten mit Hopf dessen neuen beruflichen Schritt. Als neuer Seelsorger wurde Hopf im Team des Pastoralen Raums herzlich willkommen geheißen.

Neue Wege entdecken

Sein Schwerpunkt werde in den Gemeinden des oberen Sinngrunds liegen, vor allem die Begegnungen mit dem Caritas-Kinderdorf in Riedenberg möchte Hopf stärken. In den vergangenen 30 Jahren habe er sich besondere Fähigkeiten in der Begleitung und Ausbildung im liturgischen Bereich erworben. So werde er auch weiterhin mit einem Teil seiner Stelle im Referat Verkündigung und Liturgie der Diözese Würzburg tätig sein.

Die vergangenen zehn Jahre war Hopf Referent im Liturgiereferat. "Wir sind ein gemeinsames Team und werden in den nächsten Jahren neue Wege der Kirche entdecken und zu entwickeln haben", sagte Haas mit Blick auf die sich veränderten Gemeinden und Anforderungen. Es gelte auszuprobieren, ob es auch Gottes Wege sind.

Kreuz der Einheit

Pfarrer Haas gab Bernhard Hopf ein kleines Kreuz, das Kreuz der Einheit, als Segenszeichen mit auf den Weg. Der bisherige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Norbert Schneider hieß Bernhard Hopf herzlich willkommen: "Wir haben Bernhard wieder." Die Freude, dass Bernhard Hopf nun im Pastoralen Raum Bad Brückenau tätig sein wird, sei groß. Schneider wünscht sich wieder viele gute Ideen und eine gute Zusammenarbeit.

Dass es bei der künftigen Arbeit im Oberen Sinngrund und im Pastoralen Raum Bad Brückenau nicht um ihn als Person geht, sondern um Jesus Christus, dessen Wort und die Gemeinschaft machte Bernhard Hopf mit einer "Gottes-Wort-Kerze" für jeden Gottesdienstteilnehmer deutlich. "Gottes Wort ist die Licht in der Nacht", diese Liedzeile gelte für die Arbeit und das Zusammenwirken aller Menschen im Pastoralen Raum. Gottes Wort wirke weiter in den Gemeinden.

Mit persönlichen Worten überreichte Hopf jedem Gottesdienstteilnehmer eine dieser Kerzen: "Wir sind für die Menschen unterwegs". Mehr und mehr Kerzen erhellten die Kirche. Für Hopf ein Symbol, dass Gott überall bei den Menschen ist. "Es geht darum, dass wir als Christen und Christinnen gemeinsam unterwegs sind. Über den Horizont hinaus schauen und für Menschen da sein."

Zeichen der Zeit deuten

Im aktuellen Pfarrbrief schreibt Hopf: "Als Ehrenamtler konnte ich in den vergangenen Jahren die Weiterentwicklung der Pfarreiengemeinschaften und nun die Entstehung des pastoralen Raums in verschiedenen Funktionen erleben, z.B. als Kirchenmusiker und Begräbnisleiter. Als hauptamtlicher Seelsorger freue mich darauf mit ihnen die Zeichen der Zeit zu deuten und die Kirche und die vielen Gemeinschaften und Gruppen in ihr in der Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus zu gestalten. Dabei ist mir ganz besonders wichtig, Orte der Auferstehung in unserem Leben erfahrbar werden zu lassen. Denn in den Erfahrungen mit der Bearbeitung des Missbrauchs, von Flucht und Vertreibung und Versuchen von Integration von Menschen mit anderen Religionen und Kulturen, mit dem Leid durch die Corona-Pandemie und jetzt durch den Krieg in der Ukraine, brauchen wir Auferstehungserfahrungen, die uns zeigen, dass Leben hier und jetzt gut weitergeht im Glauben an die Zukunft, die uns Gott in dieser Welt und darüber hinaus ewig bereithält." So freue er sich nun auf vertraute und neue Begegnungen. "Ich bin frohen Mutes, dass wir gerade in diesen Krisenzeiten neu aufbrechen können, so wie es ja auch in der Bibel immer wieder beschrieben ist und möchte uns alle einladen als prophetische Menschen zu leben."

Vita: Bernhard Hopf stammt aus Zellingen (Landkreis Main-Spessart) und studierte in Würzburg Theologie. Sein Pastoralpraktikum führte ihn nach Aschaffenburg-Nilkheim.

1989 kam er als Pastoralassistent nach Riedenberg. Nach der Zweiten Dienstprüfung blieb er als Pastoralreferent dort. 1995 wurde er Sprecher der Berufsgruppe der Pastoralreferent(inn)en.

Von 1997 bis 1998 war Hopf zudem Referent für Religiöse Bildung und Ministrantenarbeit bei der Kirchlichen Jugendarbeit (kja). Anschließend wirkte er wieder in Riedenberg und Oberbach.

2000 wurde er im Dekanat Hammelburg außerdem Begleiter für Wortgottesdienstleiter sowie kommissarischer Dekanatsbeauftragter für Liturgie.

Ab 2001 war Hopf mit jeweils halber Stelle für die Aus- und Fortbildung der Gottesdienstbeauftragten im Bistum Würzburg verantwortlich und weiterhin in Riedenberg, Oberbach und Wildflecken eingesetzt.

Von 2004 bis 2009 gehörte er außerdem der Diözesankommission für Liturgie und Kirchenmusik an. 2012 wechselte er als Referent für Liturgie und liturgische Bildung nach Würzburg. Hopf ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Quelle: POW, Bistum Würzburg