Wesentlich für einige Teilnehmer ist am Fasching die Tatsache, dass man hier in Rollen schlüpfen darf, die sonst nicht möglich sind. Dazu gehört auch der Geschlechtertausch: Frau wird zu Mann und Mann wird zu Frau.
Speziell für diesen Rollentausch gibt es in Bad Brückenau seit Jahrzehnten den schon traditionellen Kräbbelkaffee. In den 60er und 70er Jahren füllte er ganze Hallen, seit einigen Jahren wird der Kaffee in der Kinokneipe "Klappe" gereicht. Die "wildesten Weiber Bröggenas" waren zu bewundern, zehn von ihnen stellten sich später der Jury zur Wahl der Königin.


Steckbrief für das Album

Aus den Reihen des weiblichen Publikums wurde eine neutrale Jury gebildet, Jede der "Damen" musste einen Steckbrief wie im Poesiealbum aus der Kindheit ausfüllen und der Jury übergeben. Zunächst galt es für die "Damen" auf ihren teils extremen High Heels drei Prüfungen erfolgreich zu durchlaufen. Das gegenseitige "Mumifizieren", nicht nur der teils üppigen Oberweiten, mit extraweichem Toilettenpapier war da noch die harmloseste Übung. Bedingt durch Stimmung und reichlich Alkohol ging es dann schon wilder zu beim Erbsenzielschießen. Mit dem Eßlöffel als Schleuder wurde aus kuriosen Posen heraus der Zieleimer angepeilt. Ein Frauenringkampf war dann die dritte Prüfung. Gegenseitig mussten die Damen am Knöchel der anderen "Frauen" befestigte Luftballons zertreten. Hier flog am Ende manche Perücke und Schuh im hohen Bogen ins johlende Publikum.
Nach langwierigen, arithmetischen Auswertungen unter Einbeziehung der drei Vorprüfungen und Abwägung des gesamten Erscheinungsbildes im Verlauf des Abends stand schließlich das Ergebnis fest. Kräbbelkönigin 2017 wurde ganz überraschend "Dita von Teese" (Andi Miziolek). Er bekam von Präsidentin Katharina Pankerl die mit dicken Kräbbeln gespickte Krone aufs toupierte Haupt gedrückt.
Zweite wurde "Elsa", im Fasching besser bekannt als Elferatspräsident der Karnevalsgesellschaft, Denis Zülküflü. Den weiteren Platz im närrischen Weiberdreigestirn errang die sexy "Chantalle", Andre Pavlin.