Mit mehr als 40 Teilnehmern machten sich am frühen Sonntagmorgen eine stattliche Zahl Riedenberger und einige Gäste auf den Weg entlang der Riedenberger Gemarkungsgrenzen.

Die Feldgeschworenen des Ortes, allen voran Norbert Hergenröder und Günther Seuring, hatten in wochenlanger Vorarbeit die Grenzsteine in den Gemarkungsabschnitten Kapelli, Küppel, Lache, Bergfeld, Disbach, Grund und Grönni gesucht und gekennzeichnet und so den Grenzgang vorbereitet.


Durch Gestrüpp kämpfen

War der ebene Weg zum Kapelli noch leicht zu gehen und zum Einlaufen geeignet, ging es am Küppel und der Lache dann über Stock und Stein. Die Teilnehmer mussten sich durch Gestrüpp kämpfen und enorme Steigungen überwinden. Da kamen sie ganz schön ins Schwitzen und Schnaufen. Belohnt wurde man dann allerdings von den schönen und teils völlig neuen Aussichten.

Malerisch wurde der Grenzgang dann durch das Disbachtal. Hier fühlte man sich wie in einem Märchenwald. Vorbei am Röderhof und nach einer kurzen Rast an der ehemaligen Stockpapiemühle, ging es weiter ins Grönni, wo teilweise urwaldähnliche Verhältnisse herrschten.

Am sogenannten Dreimärker wurde 2. Bürgermeister, Matthias Dorn, die Ehre des Stauchens zuteil, auf dass er diesen Stein niemals im Leben mehr vergesse.

Nach acht Jahren Grenzbegehung sind die Riedenberger Gemarkungsgrenzen nun einmal komplett abgelaufen, so Norbert Hergenröder. Seine Frage, ob denn nun erst einmal eine Pause eingelegt werden solle, wurde mit eindeutigem "Nein" beantwortet. "Jetzt fangen wir einfach wieder von vorne an", so der einhellige Tenor.