Seit über zwei Jahrzehnten pflegen die Eine-Welt-Gruppe Bad Brückenau und die Arbeitsgruppe (AG) Recife mit Sitz in Karlsruhe intensive Kontakte. Beide engagieren sich unter anderem erfolgreich für ein Straßenkinder-Projekt in Brasilien. Im Rahmen des kontinuierlichen Erfahrungsaustausches kommt es auch immer wieder kurzfristig zu persönlichen Begegnungen.

Abstecher in die Rhön

Vor ein paar Tagen war beispielsweise Michael Scholze von der AG Recife auf seiner Fahrt nach Berlin zu einem Abstecher in die Rhön gekommen. Begleitet wurde er von Koordinator Iran Alves da Silva und von Edson de Oliveira e Silva, die in Recife für die "Grupo Ruas e Pracas" verantwortlich zeichnen. Oberstes Ziel dieser Organisation ist die Begleitung von und die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben, Drogen konsumieren und keinen familiären Bezug haben.

Bei der Zusammenkunft im Pfarrgarten am Auerhahnweg unterhielten sich Martina und Gerd Kirchner sowie Andreas Dylla von der Eine-Welt-Gruppe mit ihren Gästen in lockerer Runde über eine Fülle aktueller Themen. So erfuhren die Bad Brückenauer aus erster Hand, welche Fortschritte auch dank ihrer Unterstützung im Laufe der Zeit in Brasilien erzielt werden konnten.

Treffen mit "Miss Germany"

Nach der Stippvisite in Franken ging es für das Trio weiter nach Berlin, wo ein Treffen mit der amtierenden "Miss Germany" vereinbart worden war. Die heute 37-jährige Domitila Barros ist selbst in einer Favela geboren und aufgewachsen. Schon in ihrer Jugend engagierte sie sich für ein Straßenkinder-Projekt, das ihre Eltern ins Leben gerufen hatten. Seit ihrem 21. Lebensjahr lebt die gebürtige Brasilianerin in Berlin, wo sie auch studierte. Aktuell arbeite sie als Referentin, Motivationscoach sowie Beraterin für Unternehmen und Privatpersonen. Darüber hinaus hat Domitila Barros, der Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sehr wichtig sind, einige nachhaltige Produktlinien auf den Markt gebracht.