Der Konflikt rund um die Straße "Im Sinntal" wird nun noch viele Monate, wenn nicht sogar Jahre weiter schwelen. Ob der Marktgemeinderat den Oberbachern einen Gefallen damit getan hat, indem er eine provisorische Sperrung der Straße auf Probe anstrebt, scheint mehr als fraglich.
Es ist zu befürchten, dass es eine Zerreißprobe wird, die den Ort in zwei Lager spaltet. Die Kommunalpolitiker werden sich um eine Entscheidung schlicht und ergreifend nicht drücken können. Dass eine solche Entscheidung nicht allen Bürgern gefallen wird, liegt in der Natur der Sache. Dritter Bürgermeister Herber Nowak hat es auf den Punkt gebracht: "Die Gemeinde wird das Problem gar nicht selbst lösen können." Wohl wahr. Aber die Räte werden einen konkreten Beschluss fassen müssen. Andernfalls drohen unnötige Ränkespiele und ein gewaltiger Schlingerkurs, der niemandem nutzt. Wer lange fragt, geht lange irr. Selten war ein altes Sprichwort so passend wie hier.