Die Neugestaltung des Bürgerparks rund um die geplante neue Kapelle in Oberwildflecken steht in den kommenden Monaten bevor. Deshalb beschäftigte sich der Wildfleckener Marktgemeinderat auf seiner Sitzung am Dienstagabend wieder intensiv mit diesem Thema.

"Die Parkplätze entlang des Erlenweges und in der Schlesierstraße werden erst in einem zweiten Bauabschnitt realisiert", sagte Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW). "Die Parkplätze sollen kostengünstig und pflegeleicht sein." In der Schlesierstraße sollen die Parkbuchten gepflastert werden, am Erlenweg ist eine Kiesoberfläche für die Parkplätze vorgesehen.

Im Bürgerpark wird der alte Taufstein aus der ehemaligen Oberwildfleckener Kirche integriert. Die Elemente Wasser, Feuer, Erde sollen sich in der Parkgestaltung widerspiegeln. Der erste Bauabschnitt betrifft die Errichtung des Bürgerparks. "Sämtliche Änderungen wurden von der Regierung von Unterfranken bewilligt. Die Fördermittel sind nicht gefährdet." Die neue Kapelle wurde im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen zum Beispiel nach Norden verschoben. Auch der Erlenweg selbst soll im zweiten Bauabschnitt teilsaniert werden.
Rund 346 000 Euro sind für den Bürgerpark samt Kapellenplatz einkalkuliert. Die Parkplätze in der Schlesierstraße und im Erlenweg sowie die Sanierung des Erlenwegs kommen auf 140 000 Euro. Die Kommune hofft auf 80-prozentige Förderung der Gesamtkosten.

Kindergartengebühren steigen

Ab September dieses Jahres werden die jeweiligen Kindergartengebühren in Wildflecken und in Oberbach um zehn Euro erhöht. Eine weitere Erhöhung um fünf Euro wird es im September 2016 geben. Das betrifft die Krippenkinder gleichermaßen wie die "Älteren" ab drei Jahren bis zum Vorschulalter. Der Beschluss im Gemeinderat fiel einstimmig. Eltern eines Krippenkindes, das ganztägig den Kindergarten besucht, müssen ab September beispielsweise 142 Euro im Monat bezahlen. Fällt das gebuchte Zeitkontingent niedriger aus, reduzieren sich die monatlichen Gebühren.

Begründet werden die Anhebungen des Elternbeitrages mit dem Defizit der beiden Einrichtungen. "Wir hatten bisher immer die gleichen Kindergartenbeiträge in Wildflecken und in Oberbach. Das soll auch so bleiben", sagte Kämmerer Dieter Feller. Im Hort wird es lediglich eine Erhöhung um jeweils fünf Euro in diesem und im kommenden Jahr geben. Die Bewohner der Straße "Im Sinntal" in Oberbach wurden von der Gemeindeverwaltung in den zurückliegenden Tagen angeschrieben und befragt, ob die Straße probeweise oberhalb der Bahnschiene gesperrt werden soll. Es geht um den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 30. Juli als Probephase. Rund 80 Befragungen sind verschickt worden. Mehr als die Hälfte kam bisher zurück

Auswertung nach Befragung

Sobald die Befragung ausgewertet ist, will der Gemeinderat noch einmal über das brisante Thema beraten. Die Straße "Im Sinntal" ist lediglich für Anlieger frei, wird aber immer wieder als Abkürzung genutzt. Daher hatten Anlieger um Initiator Georg Fuchs eine Sperrung der Straße gefordert, um eine missbräuchliche Nutzung zu verhindern. Bis zum 15. März haben die Anwohner Zeit, den Fragebogen bei der Gemeindeverwaltung abzugeben. "Ich bin mir sicher, dass der Rücklauf noch höher ausfallen wird", sagte Bürgermeister Gerd Kleinhenz. Im kommenden Schuljahr werden nur noch die Klassen 5, 6 und 9 an der Wildfleckener Mittelschule verbleiben.

Auch 8. Klasse nach Brückenau

Die Klassen 7 und 8 werden dann in Bad Brückenau an der Mittelschule unterrichtet. Bislang war lediglich die Klasse 7 nach Bad Brückenau ausgelagert worden. Bürgermeister Gerd Kleinhenz hat die Hoffnung, dass die fünfte und sechste Klasse langfristig an der Wildfleckener Mittelschule gehalten werden können. "Für die nächsten fünf Jahre haben wir den Mittelschulstandort in Wildflecken immerhin gesichert. Da ist uns schon ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Bürgermeister Kleinhenz. "Kurze Beine, kurze Wege. Das ist das Motto für unsere jüngeren Schüler." Weil bei der geplanten Sanierung des Schulgebäudes im Ortskern nur sechs Klassenzimmer förderfähig sind, werden langfristig ohnehin nur noch die Klassen 1 bis 6 untergebracht werden können, sobald die Gemeinde die ehemalige US-Schule in der Rhönkaserne aufgeben sollte, die längst zu groß geworden ist.

Klassen 5 und 6 behalten

"Wir dürfen zunächst die Klassen 5 und 6 behalten. Was nach fünf Jahren passieren wird, weiß niemand. Zumindest passt das Vorhaben in das Raumkonzept der Sanierung", so Kleinhenz.