Circa 70 Maschinen standen auber aufgereiht entlang der Sinnaustraße, Fahrerinnen und Fahrer samt Begleitung und einige Schaulustige anbei. Ein kleines Volksfest mit rund 150 Menschen. Das Rote Kreuz übernahm die Bewirtung; der Verein "Bad Brückenau hilft" unterhielt ebenfalls einen Stand.

Diakon Kim Sell war mit einer Flasche "Osterwasser" von Maria Ehrenberg hinabgestiegen, um den Segen zu verteilen. Sowohl er, als auch Bürgermeister Jochen Vogel und Organisator Manfred "Hembo" Hembacher freuten sich, dass man sich wieder treffen kann. Vogel wünschte den Bikern, deren Leidenschaft er selbst teilt, "eine grandiose Saison mit rücksichtsvollen Verkehrsteilnehmern uns gegenüber, eine knitterfreie Fahrt und gutes Zurückkommen". Aber auch Respekt untereinander und gegenüber anderen müsse da sein.

Ähnliche Worte wählte Kim Sell in seiner Predigt. Er sprach von "Sorglosigkeit" im Sinne von Losgelöstsein und Spaß-am-Motorradfahren-haben. Es gehe aber auch ums "Sorgsamsein": sich selbst gegenüber, indem man sich nicht in Gefahr bringt, aber auch in Bezug auf andere Verkehrsteilnehmer.

Übrigens sollte die Motorradsegnung schon am 10. April stattfinden. Die Verschiebung auf den 1. Mai hatte mal nichts mit Corona zu tun, so "Hembo" Hemberger. "Damals lag noch Salz auf den Straßen."

Die Gefahr droht nicht mehr. Und so machte sich der Biker-Pulk auf den Weg Richtung Staatsbad, Rupboden, Weißenbach und Detter nach Hammelburg, um über Waldfenster in die Kurstadt zurückzukehren.