Anfang Mai ging in Oberbach der dort neu errichtete Mobilfunkturm in Betrieb. Im bis dato löchrigen Mobilfunknetz vor Ort wurden somit größere Lücken geschlossen. Grund genug, sich einmal im Altlandkreis Bad Brückenau umzusehen und einen Blick auf die Mobilfunk-Versorgung in der Region zu werfen. Der Breitband-Monitor der Bundesnetzagentur und das dort verortete Mobilfunk-Monitoring dienen dabei als Datengrundlage.

"Das Mobilfunk-Monitoring bietet Informationen über die tatsächliche, standortbezogene Mobilfunknetzabdeckung", schreibt die Bundesnetzagentur auf ihrer Website. In einer interaktiven Karte ist die Mobilfunknetzabdeckung in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt. Über die Karte kann nach Adressen und Orten gesucht sowie nach Netzbetreibern und Technologien gefiltert werden. Ziel des Monitorings sei es, die tatsächliche Versorgungssituation mit Mobilfunk vor Ort aus Sicht der Verbraucher darzustellen, erläutert die Bundesnetzagentur weiterhin.

Die Versorgung mit 4G im Altlandkreis Bad Brückenau

Unsere Redaktion hat mithilfe des Mobilfunk-Monitorings die einzelnen Gemeinden des Altlandkreises und darin die jeweiligen Ortschaften unter die Lupe genommen. Gefiltert wurde dabei nach der Versorgung mit dem Mobilfunk-Standard 4G (mehr dazu siehe Infokasten). Das Ergebnis zeigt: In großen Teilen des Altlandkreises besteht den Daten der Bundesnetzagentur zufolge ein lückenloses 4G-Netz. Aber einige weiße Flecken gibt es dennoch.

Bad Brückenau

Für Bad Brückenau und seine Stadtteile Römershag, Volkers, Wernarz und das Staatsbad weist das Mobilfunk-Monitoring eine flächendeckende Versorgung mit 4G aus.

Geroda

In Geroda und den Gemeindeteilen Platz und Seifertshof ist das 4G-Netz dem Mobilfunk-Monitoring nach flächendeckend ausgebaut. Eine größere Lücke im 4G-Netz weist die interaktive Karte für ein Gebiet aus, das zwischen Platz und den Burkardrother Gemeindeteilen Waldfenster und Oehrberg liegt.

Motten

Motten am nördlichsten Zipfel des Altlandkreises verfügt über eine durchgängige 4G-Abdeckung. Auch für die Einöden und Weiler der Gemeinde sowie Kothen und Speicherz zeigt das Mobilfunk-Monitoring eine flächendeckende 4G-Versorgung.

Oberleichtersbach

Das 4G-Netz präsentiert sich sowohl in Ober- als auch in Unterleichtersbach lückenlos. Das gilt auch für den Buchrasen sowie Breitenbach und Mitgenfeld. Modlos ist der Karte zufolge ebenfalls flächendeckend mit 4G versorgt, ebenso die kleineren Einöden und Weiler der Gemeinde.

Riedenberg

Für Riedenberg sowie auch den Gemeindeteil Neufriedrichsthal weist das Mobilfunk-Monitoring ein geschlossenes 4G-Netz aus. Mehrere kleine bis mittlere Lücken ergeben sich östlich in der Nähe des Mittelbachs ab der Abzweigung Bergseestraße. Auch am Trockenbach, südwestlich des Berghauses Rhön, zeigt die Karte eine kleinere Lücke auf.

Schondra

Schondra verfügt laut Mobilfunk-Monitoring über ein flächendeckendes 4G-Netz. Gleiches gilt für die Gemeindeteile Schildeck, Einraffshof, Schönderling und Singenrain. Auch Ober- und Untergeiersnest sind der Karte nach lückenlos mit 4G versorgt. Zwischen Singenrain und dem Burkardrother Gemeindeteil Oehrberg ergibt sich eine Lücke im Netz. Etwas löchrig wird die 4G-Versorgung auch südwestlich von Untergeiersnest in der Nähe des Gemeindeteils Schmittrain und des Weilers Münchau.

Wildflecken

Das 4G-Netz in Wildflecken ist laut Mobilfunk-Monitoring lückenlos. Ebenso in Oberwildflecken. Zwischen den Gemeindeteilen Am Auersberg und Ziegelhütte gibt es eine kleinere Lücke in der 4G-Abdeckung. Größere Lücken weist die Online-Karte für das Gebiet zwischen Wildflecken und dem Wallfahrtsort Maria Ehrenberg aus. Auch etwas weiter südlich auf Höhe der Dorfstelle Werberg ergibt sich eine längere zusammenhängende Lücke. Allerdings sind diese Gebiete aufgrund der ursprünglichen Planungen für den Truppenübungsplatz längst nicht mehr besiedelt. Bei Oberbach zeigen sich vor allem westlich (um Eckartsroth) und südöstlich (bei und oberhalb von Ziegelhütte) deutliche Lücken im 4G-Netz. Allerdings liegen hier auch noch keine Daten vor, die gemeldet wurden, nachdem der neue Mobilfunkturm bei Oberbach Anfang Mai in Betrieb ging. Die Daten der Bundesnetzagentur stammen nämlich aus dem April (siehe dazu auch Infokasten).

Zeitlofs

Zeitlofs an der Grenze zu Hessen weist eine flächendeckende 4G-Versorgung auf. Auch in den umliegenden Einöden sowie in Trübenbrunn und Rupboden ist das Netz lückenlos. Westlich und vor allem östlich des Weilers Schmidthof (in Richtung der Gemeinde Oberleichtersbach) ergeben sich mehrere Lücken. Auch Eckarts ist mit 4G versorgt - mit einer Ausnahme. Denn nördlich des Ortes tut sich eine Lücke im Netz auf. An der südlichen Zeitlofser Gemeindegrenze bei Roßbach und Weißenbach ergeben sich nördlich der beiden Ortschaften erst kleinere, südlich davon dann deutliche Lücken im Mobilfunknetz. In Detter ist die 4G-Versorgung lückenlos, nachfolgend verzeichnet das Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur im Norden und Nordosten des Ortes eine größere, langgezogene Lücke. Auch beim Gemeindeteil Scheuermühle tut sich eine Lücke im 4G-Netz auf.

Von 2G bis 5G: Die Mobilfunkstandards und das Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur

Mobilfunk-Technologien Die verschiedenen Mobilfunkstandards werden hierzulande mit den Abkürzungen 2G, 3G, 4G und 5G umschrieben. Das G steht dabei für Generation. Die einzelnen Mobilfunkstandards unterscheiden sich vor allem, was die Geschwindigkeit angeht, mit der Daten übertragen werden können. 2G wurde 1992 eingeführt. Mit dieser Mobilfunk-Generation sind heutzutage keine großen Sprünge mehr möglich, etwa wenn es darum geht, Videos zu laden. 5G ist der neueste Mobilfunkstandard. Dieser soll bis zu zehn Mal schneller sein als der 4G-Standard. 2019 startete der Netzausbau mit 5G in Deutschland. Quellen: praxistipps.chip.de, telekom.com

Mobilfunk-Monitoring Das Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur ist im Internet unter der Adresse breitband-monitor.de/mobilfunkmonitoring/karte abrufbar. Gefiltert werden kann dort nach den Mobilfunk-Technologien 2G, 3G und 4G. Ebenso kann nach Anbietern (Telekom, Vodafone und Telefónica) gefiltert werden. Je nachdem, welche Filter man auswählt, ergeben sich größere oder kleinere Lücken im Mobilfunk-Netz. Für die obige Karte, die das Mobilfunk-Netz im Altlandkreis Bad Brückenau abbilden soll, hat unsere Redaktion, wie beschrieben, ausschließlich nach dem Mobilfunkstandard 4G gefiltert. Einbezogen wurden in der Abfrage außerdem alle Anbieter.

Datengrundlage Die interaktive Mobilfunk-Monitoring-Karte "stellt die von den Mobilfunknetzbetreibern übermittelten Informationen über die Mobilfunk-Netzabdeckung dar", erklärt die Bundesnetzagentur. Die online dargestellten Daten stammen also von den Netzbetreibern, die diese anhand bestimmter Kriterien an die Bundesnetzagentur übermittelt haben. Zuletzt aktualisiert wurden die Daten im April 2021.

Funkloch-Karte Neben dem Mobilfunk-Monitoring bietet die Bundesnetzagentur online unter anderem auch eine Funkloch-Karte an. Hierbei können Nutzer über eine App Funklöcher sowie den örtlich vorhandenen Mobilfunkstandard melden.