Ein voller Erfolg war wieder der als Gemeinschaftsproduktion durchgeführte Seniorenfasching in der Georgihalle Bad Brückenau. Der Seniorenbeirat der Stadt war offizieller Veranstalter des närrischen Nachmittags, mit Stadtrat Dr. Emanuel Fritschka an der Spitze. Diese Kapitänsrolle machte er auch deutlich in seiner schmucken Marineuniform.


Gemeinschaftsprojekt

Den Kuchen, gebacken und gespendet von Müttern der Gardemädchen der Bad Brückenauer Karnevalsgesellschaft, verkaufte das Bewirtungsteam der evangelischen Kirchengemeinde. Die Stadt stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung, die Programmgestaltung und Technik lag einmal mehr in den Händen der Karnevalisten.
Sitzungspräsident und Dritter Bürgermeister Dieter Seban führte so flott durch das bunte Programm, dass man "viel zu früh" mit den Darbietungen und Schunkelrunden fertig war. Die Halle war bis auf den letzten Sitzplatz gut gefüllt von Senioren aus den umliegenden Wohnheimen und ihren Betreuerteams, aber auch von zahlreichen Brückenauer Bürgern.

Dankbar angenommen werden an dieser Veranstaltung immer die Gardetänze der Brückenauer Tanzgarden und der beiden Tanzmariechen der Karnevalsgesellschaft. Die Bänkelsänger Peter Pankerl und Dieter Seban sorgten zwischen den einzelnen Programmpunkten mit Schunkelliedern für Stimmung, Abwechslung und strahlende Augen bei den teils recht betagten Besuchern.

Brigitte Meyerdierks, als Bürgermeisterin und Hausherrin hatte leider keine Zeit gefunden, in ihre legendäre Kathi-Figur zu schlüpfen, sie hatte jedoch spontan ein kleines Schmankerl in der Hinterhand. Gemeinsam mit dem Urbröggenäer Dieter Seban versuchte sie sich als Niederbayerin am Oberbacher Dialekt, entnommen aus einem "Öwerbicher" Wörterbuch.

Der Kapitän im Ruhestand Emanuel Fritschka meinte in seiner Bütt abschließend: "Es ist schön, das Altwerden in der Rhön", nachdem er zuvor noch den richtigen Grund für die ausgestorbene Ludwigstraße aufdeckte: "Früher schlängelten sich die Autos durch die Fußgängermassen, heute sitzen die Rentner alle daheim vor ihrem PC und brauchen nicht mehr in die Stadt".

Stadtrat Dirk Stumpe plauderte in seiner Bütt Stadtrat-Internas aus: "Der Wahnsinn dort ist nicht auf Fasching beschränkt". Er stellte aber auch treffend fest, dass für Senioren in Brückenau viel gemacht wird, "doch haben wir mal wieder an unsere Jugend gedacht"?