einziger unterfränkischer Verein im regionalen Zusammenschluss der 26 Vereine. Ein "volles Haus" sorgte für zufriedene Gesichter bei Regionsvorsitzendem Manfred Woditschka und seinem Stellvertreter Harry Baumbach, das lag an der Brisanz der Tagesordnungspunkte: Eine geplante Beitragsanpassung - sprich Beitragserhöhung - des Hauptvorstandes und Informationen zum Sachstand "Milseburghütte" sorgten für reichlich Diskussionsstoff. Von Verständnis über Zweifel bis hin zu Austrittserklärungen reichten die Reaktionen der Zweigvereinsvorsitzenden zur vom Hauptvorstand beantragten Beitragserhöhung. Steigende Kosten und fallende Mitgliedszahlen nannte RhönklubPräsident Jürgen Reinhard in der letzten Weihnachtspost als Grund, Beitragsanpassungen auf der Hauptversammlung im Juli in Gersfeld beschließen zu wollen.


Vereinszeitschrift prüfen

"Wir sehen Probleme und Ärger", sagte Woditschka, sei doch schon bei der Abstimmung im Hauptvorstand nicht jeder dafür gewesen. Sicherlich sei in 2015 ein Defizit von 40 000 Euro entstanden, doch man sollte zunächst mal nach Einsparmöglichkeiten suchen.
Ein großes Loch reißt regelmäßig die Vereinszeitschrift "Die Rhön - Wandern und mehr" in die Kasse. Gestiegene Porto- und Druckkosten nennt der Präsident als Grund hierfür, habe man auch schon den Umfang der quartalsmäßig erscheinenden Ausgabe auf 60 Seiten begrenzt.


Klare Kostenaufstellung

Da schien die Frage einiger Vorstände in Motten berechtigt, ob es jährlich vier Ausgaben des Hochglanzjournals bedarf. Auch der Rhönklubkalender, der unentgeltlich alle Hauptmitglieder erreicht, habe bekanntlich nicht bei allen Empfängern die gleiche Wertschätzung.

In einem Punkt waren sich alle Vorsitzenden einig: "Da müssen Zahlen auf den Tisch!". Man werde den Hauptvorstand kurzfristig um eine klare und nachvollziehbare Kostenaufstellung der Ausgabenentwicklung der vergangenen drei Jahre bitten. Die Region Fulda im Rhönklub will sich damit die Möglichkeit eines Gegenvorschlags zur Beitragserhöhung bei der Hauptversammlung im Sommer in Gersfeld offen halten.

"Dieses finanzielle Loch hat nichts mit der Milseburghütte zu tun", betonte Woditschka. Deren Finanzierung stände auf einem anderen Bein. "Es sieht alles rosig aus", so der Poppenhausener zum Stand der Planungen. Konkrete Fakten und Zahlen werde der Architekt allerdings frühestens Ende März der Öffentlichkeit bekannt machen können, wenn feststeht, ob Bohrungen für die Versorgungsleitungen durchgeführt werden können.


Bau und Vertragsverlängerung

In Rhönklub-Kreisen verhärten sich die Gerüchte, dass das jetzige Pächterehepaar eine vertraglich mögliche fünfjährige Pachtverlängerung in Erwägung zieht.

"Alle Zeichen stehen auf grün", verwarf der Vorsitzende den Vorschlag, das Bauvorhaben um diese fünf Jahre zu verschieben. So sei für ihn jetzt die Gelegenheit und der Zeitpunkt gekommen, zuzuschlagen, räumte Woditschka ein.