Zehn Tage nachdem der Stadtrat die Übernahme des Stadtfestes durch das Forum Bad Brückenau diskutierte, ist eine Lösung gefunden. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) und Forums-Vorsitzender Hans Rohrmüller setzten am Freitag ihre Unterschriften unter den Vertrag. Nun kann der Arbeitskreis des Forums, der für die Organisation des Stadtfestes zuständig ist, loslegen. Drei Monate bleiben ihm für die Vorbereitungen.

Drei Tage, zwei Bühnen

Wichtigstes Zugeständnis des Forums: Wie geplant wird das Stadtfest an drei Tagen gefeiert, und zwar wie geplant vom 12. bis 14. Juni. Zudem hat sich die Stadt in einem weiteren Punkt durchgesetzt: Sowohl das Kinderland im Siebenerpark als auch ein Platz für die Jugend werden auch in Zukunft bleiben. "Es wird eine Jugend-Bühne geben. Es ist aber noch nicht klar, wo", sagt Rohrmüller.

Ausdrücklich würdigte Meyerdierks das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen der Tourist-Info und von Stadtrat Hartmut Bös (CSU). Sie hatten seit dem Jahr 2011 die Organisation gestemmt und dem Stadtfest ein modernes Gesicht gegeben. Das wird sich nun ändern. Ganz bewusst möchte das Forum zum ursprünglichen Charakter des Stadtfestes zurückkehren. Für Rohrmüller heißt das: weniger Kosten, Stärkung der Fair Trade-Stadt und Sauberkeit.

Die Bürgermeisterin steht dem Konzept offen gegenüber. "Ich erhoffe mir, dass die Einzelhändler die Flächen vor ihren Geschäften nun aktiv nutzen", sagt sie. Auch die Anknüpfung an die Fair Trade-Stadt findet sie gut. Das Forum möchte die Qualität der Händler, die zum Stadtfest kommen, heben.

Bürgermeinung ist gefragt

Nun beginnt die Arbeit des Forums. Ab nächster Woche werde eine 200-Euro-Kraft eingestellt, kündigt Rohrmüller an. Zudem möchte er die Bürger mit ins Boot holen: Im April soll eine Veranstaltung stattfinden, bei der Ideen gesammelt und Meinungen ausgetauscht werden können.

Ein Punkt wird sicher das Thema Jugend sein. Das Forum hat zwar zugesagt, dass es einen eigenen Bereich für die Jugend geben wird, bei der Ausgestaltung werden die Einzelhändler aber wohl Hilfe brauchen. "Die Impulse der Vereine sind uns herzlich willkommen", wirbt Rohrmüller um Unterstützung. Für die Organisation erhält das Forum einen Zuschuss von 15.000 Euro Die hoheitlichen Aufgaben - etwa die Festlegung des Termins oder Genehmigungen - bleiben bei der Stadt.