Die Osterkerze stand in der Mitte. An ihr entzündeten die Menschen ein kleines Hoffnungslicht. Blaue und gelbe Tücher, die Farben der ukrainischen Nationalflagge waren auf dem Tisch dekoriert und sprachen für die Solidarität der Betenden mit der Ukraine.

Es war der Auftakt für eine Reihe von Friedensgebeten in Bischofsheim, die bis Ostern stattfinden und von Vertretern des Pastoralen Raums Am Kreuzberg mit dem Kloster Kreuzberg, der evangelischen Christusgemeinde und dem Christlichen Gästehäusern veranstaltet werden. Musikalisch wurde das erste Friedensgebet von Ruth Reiß (Akkordeon), Tatjana Sachs (Gesangs), Brigitte und Uwe Zahn begleitet.

Friedenskanon vertont

Nach einem Text von Peter Schott hat Uwe Zahn einen Friedenskanon vertont, den er in Bischofsheim zum ersten Mal öffentlich vorstellte. "Bete, Bete, Betet für den Frieden." Pater Korbinian Klinger, der Guardian des Klosters Kreuzberg, sah in diesem Friedensgebet ein kleines, aber unübersehbares Zeichen. "Zusammen hält man besser aus, was eigentlich nicht auszuhalten ist." So ein gemeinsames Gebet sei auch dazu da, die ganze Ohnmacht zu Gott zu bringen, die in der gegenwärtigen Situation viele Menschen befalle.

Die Osterkerze, die in der Osternacht entzündet wird und zu Beginn nur ein kleines Licht in einer dunklen Nacht ist, stand für Jesus Christus, der selbst in dunkelster Nacht da ist. "Die Dunkelheit kann das Licht nicht verschlingen. Umgekehrt, die Kerzen erleuchten und füllen die Dunkelheit aus." Beim Friedensgebet setzten die Gläubigen mit ihren Lichtern ein Zeichen dafür, dass die Dunkelheit die Welt nicht in den Griff bekommt. Doch es wurden auch Fragen gestellt: "Gott, wo bist du? Wenn Menschen einander unbarmherzig das Leben zur Hölle machen." Das Gebet wurde den bohrenden Fragen nach dem Warum entgegen gestellt. Gebet um Frieden, Versöhnung, Einsicht und Freiheit.

Nächste Termine

Die nächsten Termine für die Bischofsheimer Friedensgebete sind jeweils samstags, 2. April und 9. April, 18.30 Uhr, am Wasserspielplatz.