Das erste Stadtfest in Bad Brückenau fand im Jahr 1981 statt. Damit stünde in diesem Jahr mindestens ein Jubiläum bevor. Allerdings "werden nur die tatsächlich durchgeführten Stadtfeste gezählt", erklärt Amina Hartke von der Tourist-Info. Demnach wäre das kommende Stadtfest das 39. an der Zahl. Erst im Jahr 2022 fände dann ein Jubiläum statt.

"Klarheit, wie es in diesem Jahr mit den Veranstaltungen weitergeht, haben wir keine", sagt Hartke. Wenn möglich, solle das zehnjährige Jubiläum des Pinklaufs nachgeholt werden. "In diesem Jahr sind wir besser gewappnet als im vergangenen Jahr, als wir von Corona überrascht wurden", bekräftigt sie. Die Tourist-Info sei bemüht, Veranstaltungen nicht ausfallen zu lassen sondern unter den gegebenen Umständen umzusetzen.

Jüdisches Leben würdigen

Ein besonderes Jubiläumsjahr findet in diesem Jahr in Bad Brückenau, aber auch in ganz Deutschland statt. In vielen Städten und Kommunen erinnern Ausstellungen und Veranstaltungen an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Auch in der Stadt soll dieses Jubiläum besonders gewürdigt werden, heißt es aus dem Kulturbüro.

"Der jüdische Anteil in unserer Kultur gehört dazu, er hat einen besonderen Platz", sagt Jan Marberg, Leiter des Kulturbüros. Gedenkkultur werde in der Kulturarbeit großgeschrieben. Grund zum verhaltenen Optimismus für die Kultur in der Stadt hat Marberg vor allem wegen der aktuellen Entwicklungen. "Im Sommer können hoffentlich Veranstaltungen im gebotenen Abstand dazu stattfinden", sagt er.

Trinkkur angelaufen

"Was das öffentliche Leben angeht, so schauen wir optimistische in die Zukunft", sagt Bürgermeister Jochen Vogel (CSU). Große Veranstaltungen fallen vermutlich aus, allerdings "sollen kleinere Veranstaltungen im bestimmen Rahmen stattfinden", sagt er.

Als erstes Heilwasser in Bayern wurde im vergangenen Jahr der Georgi-Sprudel von den gesetzlichen Krankenkassen als verordnungsfähig anerkannt. Die Anwendungen erfolgen im Rahmen einer individuell festgelegten Trinkkur. "Zum 50. Jubiläum des Bad-Titels der Stadt im vergangenen Jahr konnten die ersten Trinkkuren stattfinden", heißt es aus der Tourist-Info. Auch dieses Jahr soll die Vermarktung weiter vorangetrieben werden. "Trotz Corona kann die Trinkkur stattfinden", bestätigt Hartke.

Monatliches Fest der Lichter

Aus dem fertigen Jahresprogramm des Staatsbades lassen sich einige Änderungen herauslesen: "Großveranstaltungen wie in den vergangenen Jahren wird es keine geben", sagt Titus Tesar, stellvertretender Kurdirektor. Stattdessen soll ab Februar monatlich das Fest der 1000 Lichter stattfinden. "Der innere Kurpark wird jeweils am ersten Samstag im Monat beleuchtet und bietet den örtlichen Gastronomen die Möglichkeit, eigene Angebote zu schaffen", sagt Tesar.

Das wichtigste Standbein der Veranstaltungen im Staatsbad, das Bayerische Kammerorchester, bietet traditionell mit internationalen Stars über das Jahr verteilt Konzerte an. Dem Orchester hat die Pandemie große Probleme bereitet (wir berichteten). "Wir sind schwer beeindruckt von der Umsetzung der Veranstaltungen im vergangenen Jahr sowie der Geduld der Gäste", würdigt der stellvertretende Kurdirektor.

Große Projekte in 2021

Was die Planungen der Stadt angeht, so stehen drei große Projekte an oberster Stelle: die Gestaltung des Bahnhofsgeländes, die Sanierung der Therme Sinnflut sowie der Bau des Feuerwehrhauses in Volkers. Bei letzterem beginnen die Abrissarbeiten bereits in der zweitem Kalenderwoche, teilt der Bürgermeister mit. Danach solle der Auftrag für den Neubau zügig vergeben und umgesetzt werden.

Für Sinnflut und Bahnhofsareal stehen die öffentlichen Ausschreibungsverfahren an sowie "hoffentlich die Detailplanung für die Therme", ergänzt Vogel. Das Alte Rathaus ist sanierungsbedürftig, das Dach undicht. Laut Bürgermeister ist eine komplette Untersuchung des Gebäudes notwendig.