In der Sitzung am Dienstagabend stellte Kämmerer Leo Romeis den Räten den Finanzplan vor. Der Stadtrat bespricht immer erst im Frühjahr den Haushalt. Er habe dann einen besseren Überblick, wie das Vorjahr abgeschlossen habe, erklärt Romeis regelmäßig die Verzögerung, wenn er darauf angesprochen wird.

"Die Finanzlage hat sich weiter entspannt für die Stadt", sagte der Kämmerer und sprach von einer "zufriedenstellenden" Situation. Das ist bemerkenswert, hatte er doch in den Vorjahren den Räten zu höchst sparsamer Ausgabenpolitik geraten. Der Haushalt, den der Stadtrat am Ende nur mit der Gegenstimme von Birgit Poeck-Kleinhenz (PWG) verabschiedet, gilt als ausgeglichen: Ausgaben von rund 18,7 Millionen stehen Einnahmen in ähnlicher Höhe gegenüber. 1430 Euro sollen laut Plan am Ende übrig sein.

Kritik an "Vorschriftenflut"

Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) hob hervor, dass die Stadt fast eine Million Euro für Einrichtungen wie das Bad, die Musikschule oder die Tourist-Information ausgibt. Damit erfülle sie ihre Mittelpunktfunktion für die gesamte Region, sagte sie. Die traditionellen Haushaltsreden der Fraktionssprecher ließen das Zahlenwerk weitgehend unkritisiert. Das ist auch kein Wunder, denn in seiner Haushaltsberatung Mitte März hatte der Stadtrat bereits über Einzelheiten gesprochen.