Etwas Altes geht zu Ende, etwas Neues kommt. In der Altstadt von Bad Brückenau stehen Veränderungen an. Joachim und Hiltrud Birkenbeul geben nach 35 Jahren ihr Fachgeschäft für Uhren und Schmuck auf. Der Ausverkauf läuft noch bis diesen Samstag, 14. Dezember.

"35 Jahre sind eine lange Zeit, die für uns mit viel Freude und schönen Erlebnissen verbunden sind", zieht das Ehepaar Birkenbeul seine persönliche Bilanz. Viele gute Kontakte zu den Kunden und Gästen von außerhalb hätten das Geschäft bereichert. "Deshalb werden wir diesen Schritt auch mit etwas Wehmut gehen", sagen beide über den neuen Lebensabschnitt.

1978 kamen die Birkenbeuls in die Kurstadt. Zusammen mit seiner Frau übernahm Joachim Birkenbeul - er ist seit 1964 Uhrmacher - das Geschäft, das vielen Brückenauer noch als "Gensler Eck" bekannt ist. Mit der Geschäftsaufgabe der Birkenbeuls geht eine 140-jährige Tradition zu Ende. Nun gibt es nur noch zwei Schmuckgeschäfte am Ort - wobei die Birkenbeuls von Konkurrenz nichts wissen wollen. "Unsere Kinder haben sich beruflich eben anders orientiert", begründen sie ihre Entscheidung und bedauern, dass sich kein anderer Nachfolger gefunden hat.

Druck-Shop zieht weiter

Ein Nachmieter - vielleicht in einem anderen Geschäftsbereich - ist wohl nicht in Sicht. Es ist also mit einem weiteren leeren Schaufenster in der Ludwigstraße und der Altstadt zu rechnen. Dafür tut sich hinter den bis jetzt noch verklebten Schaufenstern im ehemaligen "Gasthof zum Löwen" einiges. "Der Löwe kehrt zurück" ist auf großen Plakaten schon zu lesen.

"Ich wollte eigentlich schon Mitte November umziehen", lacht Dirk Stumpe. Sein Laden mit Druck-Erzeugnissen aller Art am Schwaneneck sei bei Weitem zu klein geworden. Nun vergrößere er sich von rund 50 Quadratmetern auf 160 Quadratmeter im ehemaligen Geschäft von "Sport Rittig". "Ich denke, dass ich Anfang des nächsten Jahres umziehen werde", blickt Dirk Stumpe voraus.

Wie es mit dem kleinen Eck-Lädchen weitergeht, weiß er nicht, er ist selbst nur Mieter. Es seien wohl schon Interessenten im Gespräch, aber "das steht noch in den Sternen".