Der Trubel um den ADAC, um den Hauptverein des Automobilclubs, hat nun auch das flache Land erreicht. Sinkende Mitgliederzahlen in allen Vereinen seien zwar ein allgemeiner Trend, aber hier kam das bundesweite Debakel gewisser Vereinsaktivitäten noch hinzu, so Vorsitzender Michael Strecker in seinem Jahresbericht anlässlich der Mitgliederversammlung. Das Problem sei schlicht und einfach Helfer für Veranstaltungen zu finden, so auch in der Jugendarbeit.
Rund 50 Jugendliche hätte man noch vor Jahren gehabt, heute sind es gerade einmal neun und 93 Erwachsene, die unter der Flagge des Automobil-Club Bad Kissingen E.V. eingetragen sind.

Viele Veranstaltungen

Dabei biete gerade der örtliche Club sehr viel: so fand bereits ein "Kurs rund um die Reifenpanne" statt, vom 2. bis zum 4. März kommt der ADAC-Prüf-Truck und steht dann auch für Nichtmitglieder am Festplatz unterhalb des Blockheizkraftwerkes und für den 12. März hat Christa Nürnberger einen Reisevortrag über die Trans-Sibirische-Eisenbahn angekündigt.
Die Palette der Veranstaltungen zeigt so gut wie jeden Monat ein Highlight, nur bei der Jugendarbeit fährt man bereits seit zwei Jahren auf Sparflamme. Dabei ist gerade für sie sehr viel vorhanden: Fünf Go-Karts, Pylonen, Stoppuhren ein großer Anhänger, eigentlich alles um motorsportbegeisterte Jugendliche glücklich zu machen. Selbst ein großes Übungsgelände (den alten US-Flugplatz) dürfe man an den Samstagen nutzen, wenn nur ein Verantwortlicher des Clubs dabei wäre.

Verantwortlicher gesucht

Dass das Angebot bei den Jugendlichen gut ankommt, bestätigt Michael Strecker. "Im Rahmen des Sommerprogramms stehen die Kinder oft stundenlang an, um hier ein paar Runden mit den Karts zu drehen". Dass das auch an "normalen Samstagen" laufen würde, da ist er sich sicher, aber "wir brauchen halt jemanden, der auch dafür verantwortlich ist und dann samstags die Maschinen und die Strecke vorbereitet".
Viel Vorkenntnis ist da nicht nötig, bestätigt der Vorsitzende, "wer mit einem Rasenmäher umgehen kann, kann auch diese Motoren per Handzug starten und viel mehr körperliche Arbeit als die Karts zu betanken und mit den Pylonen eine Strecke abzustecken, ist nicht gefordert". Aber, es sollte halt jemand sein, der das regelmäßig macht und auch einigermaßen mit Kindern oder Jugendlichen umgehen kann und daneben noch Spaß am Automobilsport hat.

Meisterschaft organisisert

Apropos Automobilsport, da hatte der Club im vergangen Jahr noch ein weiteres Highlight mit der Süddeutschen Automobilmeisterschaft, die man gemeinsam mit den beiden benachbarten Clubs durchgezogen hat. Für 2015 steht die Deutsche Automobilmeisterschaft an, aber die wird in Bad Brückenau abgehalten und da sind die Kissinger nur als Helfer gefragt. Irgendwie beruhigt das den Vorsitzenden Michael Strecker schon, "denn noch habe man genügend Personen für die Ämter und Posten, auch wenn wir ein bisschen 5-vor-12-Situation haben".

Ehrungen

Und dann waren da natürlich noch Ehrungen. Zum einen für 25-jährige Mitgliedschaft an Ulrike Niemetz die Tochter von Ehrenmitglied Otto Niemetz, und für 50 Jahre an Edwin Zoll und Christa Nürnberger. Die beiden "65-er" (1965 eingetreten) sind beide noch heute aktiv im ADAC tätig, vor allem Christa Nürnberger. Schon ein Jahr nach ihrem Eintritt übernahm das heutige Ehrenmitglied den Posten als Schriftführerin, war Vorsitzende, um später wieder Schriftführerin zu werden, ein Posten, den heute ihre Tochter innehat.