Gegen 16.45 Uhr war am Mittwoch (04. August 2021) der Fahrer eines Lkw-Gespanns auf der A3 bei Waldaschaff in Richtung Würzburg unterwegs, als die Zugmaschine plötzlich Feuer fing. Grund dafür war wohl ein technischer Defekt. Der Fahrer handelte geistesgegenwärtig und brachte den Sattelzug auf dem Standstreifen zum Stehen. Anschließend brachte er sich selbst in Sicherheit. 

Wie die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach am Donnerstag (05. August 2021) in einer Pressemitteilung berichtet, brannte die Sattelzugmaschine komplett aus. Auch ein Teil des Aufliegers hatte zudem Feuer gefangen. Der Brand konnte allerdings durch die alarmierten Feuerwehren schnell gelöscht werden. Aufgrund der Aufräum- und Bergungsarbeiten musste die A3 teils gesperrt werden. Zwei Verkehrsteilnehmer wollten dennoch weiterkommen und nutzten die bestehende Rettungsgasse dafür. 

Lkw fängt Feuer auf der A3: Verkehrsrowdys rauschen durch Rettungsgasse

Im ersten Fall stellte sich bei der nachfolgenden Kontrolle heraus, dass der Fahrer des Wagens keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Zudem hatte er kurz vor der Kontrolle mit seiner Frau den Sitz getauscht, um seine Straftat zu vertuschen. Dies konnte durch aufmerksame Zeugen bestätigt werden. Ein weiterer Fahrer nutzte die Durchfahrt des Rettungswagens durch die Rettungsgasse. Nur durch lautes Rufen konnte verhindert werden, dass er durch eine Absperrung rauschte. 

Bei der anschließenden Kontrolle dieses Fahrers zeigte er sich renitent und aggressiv, zudem konnten bei ihm drogentypische Auffälligkeiten festgestellt werden. Der 31-Jährige räumte daraufhin sogar seinen Drogenkonsum ein, der allerdings ärztlich verordnet sei. In seinem Fahrzeug wurde außerdem durch einen Diensthund eine geringe Menge Marihuana aufgefunden. Zum Nachweis des Verdachts der Fahrt unter Drogeneinfluss wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Weiterfahrt des Mannes wurde unterbunden. Die medizinische Indikation der Betäubungsmitteleinnahme wird überprüft.

In beiden Fällen wird neben den vorliegenden Straftaten auch die Ordnungswidrigkeit des Befahrens der Rettungsgasse an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Der Ahndungssatz hierfür beginnt bei 200 Euro und zwei Punkten in Flensburg. Werden außerdem hierdurch Rettungskräfte behindert, müssen Verkehrsteilnehmer mit 240 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen.