• Bürgerbegehren am Untermain kämpft für ein günstiges Jahresticket für 365 Euro zum Bus- und Bahnfahren 
  • Darüber hinaus fordern sie ein kostenloses Sozialticket
  • Bei den Forderungen sieht die Bürgerinitiative vor allem Vorteile für die Umwelt

Die Bürgerinitiative "Bürgerbegehren 365-Euro-Ticket am Untermain" kämpft mit gleich drei Bürgerbegehren für ein attraktives Jahresticket für Bus- und Bahnfahrten am Bayerischen Untermain. 

Bürgerinitiative am Untermain fordert günstiges Jahresticket für Bus- und Bahnfahrten 

Sie ist ein Zusammenschluss von Bürgern und Politikern aus den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg sowie der Stadt Aschaffenburg. Gemeinsam starten sie für die drei Gebietskörperschaften drei Bürgerbegehren mit einem Ziel: Günstiges Bus- und Bahnfahren und darüber hinaus ein kostenloses Sozialticket. Das sollen Schüler*innen, Auszubildende, Studierende und Sozialhilfeempfänger*innen bekommen. Geht es nach der Bürgerinitiative, soll das 365-Euro-Ticket am 1. Januar 2023 eingeführt werden, das Sozialticket zum Schuljahr 2023/24. 

Die Bürgerinitiative sieht in ihrem Vorhaben vor allem Vorteile für die Umwelt, wenn mehr Menschen durch das Ticket vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Ein 365-Euro-Ticket stärke zudem den Wirtschaftsstandort, zumal der bayerische Untermain die erste ländliche Region wäre, die es einführen würde, so Angelo D'Angelo im Gespräch mit dem BR. Er ist Gesamtkoordinator der Bürgerinitiative. Das Ticket biete einen Anreiz für Menschen, die günstig zur Arbeit pendeln wollen. Es sei damit außerdem leichter den Bayerischen Untermain mit dem angrenzenden Rhein-Main-Gebiet im öffentlichen Personen-Nahverkehr zu verknüpfen. 

Das kostenlose Sozialticket für Schüler*innen, Studierende und Sozialhilfeempfänger sei vor allem bei der Teilhabe wichtig. Schüler*innen etwa könnten kostenfrei mit Bus und Bahn ihre Heimat erkunden und so die Bindung zur Region verstärken. Ob das Projekt verwirklicht werden kann, sagt D'Angelo, sei eine Frage des Budgets. Die beiden Kreise und die Stadt müssten anfangen, die Prioritäten richtig zu setzen und sich bei der Frage der Finanzierung zusammenschließen. Es gebe außerdem die Möglichkeit Förderungen bei Bund und Land anzufragen. 

Es werden 20.000 Unterschriften benötigt 

Damit auf die Bürgerbegehren Bürgerentscheide folgen können, sind insgesamt 20.000 Unterschriften notwendig: in der Stadt Aschaffenburg 4.500, im Landkreis Aschaffenburg 9.000 und im Landkreis Miltenberg 6.500. Ziel sei es die Unterschriften bis Ende dieses Jahres zusammenzuhaben.