"Noch nie in der Dimension": Extremer Waldbrand in Franken mit über 1000 Einsatzkräften

2 Min
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Der große Waldbrand bei Waldaschaff ist gelöscht. Die letzten Feuerwehrkräfte sollen am Montagmittag das Einsatzgebiet verlassen können.
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Der große Waldbrand bei Waldaschaff ist gelöscht. Die letzten Feuerwehrkräfte sollen am Montagmittag das Einsatzgebiet verlassen können.
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Der große Waldbrand bei Waldaschaff ist gelöscht. Die letzten Feuerwehrkräfte sollen am Montagmittag das Einsatzgebiet verlassen können.
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Der große Waldbrand bei Waldaschaff ist gelöscht. Die letzten Feuerwehrkräfte sollen am Montagmittag das Einsatzgebiet verlassen können.
Waldbrand-Einsatz bei Waldaschaff bald beendet: Kreisbrandrat zufrieden
Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg

Auf einer Fläche von rund 30 Hektar tobte in Franken am Wochenende ein heftiger Waldbrand. Rund 1000 Kräfte waren vor Ort. So erlebte die Feuerwehr den Extrem-Einsatz.

Am Samstagnachmittag (15. August 2026) brach im unterfränkischen Waldaschaff ein Waldbrand aus, der sich im Laufe des Wochenendes auf eine Fläche von rund 30 Hektar ausdehnte. Zwischenzeitlich waren auch anliegende Wohnhäuser und ein Waldkindergarten von den Flammen gefährdet. Seit Sonntag (16. August) gelten die Brandstellen und Glutnester als gelöscht, am Montagmittag (17. August) soll der Einsatz der Feuerwehr schließlich beendet werden, wie der Aschaffenburger Kreisbrandrat, Frank Wissel, auf Nachfrage von inFranken.de erklärt. 

Laut Wissel habe es so einen Waldbrand "noch nie in der Dimension" im Aschaffenburger Umland gegeben. Gegenüber der Redaktion berichtet er ebenfalls von diesen extremen Bedingungen, unter denen die Kräfte arbeiten mussten, und wie zufrieden die beteiligten Feuerwehren und er mit dem Einsatz waren. 

"Noch nie gesehen": Aschaffenburger Kreisbrandrat berichtet von extremem Waldbrand 

Laut dem Kreisbrandrat war der Einsatz am Wochenende von "dramatischem" Ausmaß. Der Waldbrand sei wegen des massiven Windes am Samstag besonders herausfordernd gewesen: "Das war wie in Frankreich oder Spanien. Die Flammen sind gerannt, wie ich es in meinem Leben noch nie gesehen habe – und ich mache das schon einige Jahre". Zunächst sei es zu riskant gewesen, Feuerwehrleute in den Wald zu schicken. Die Gefahr umstürzender Bäume und die rasche Ausbreitung des Feuers durch den Wind stellten eine zu große Gefahr dar.

"Da muss man sich auch die Frage stellen, was man selbst verantworten kann als Einsatzleiter", erklärt Wissel. Aus diesem Grund ließ er zunächst zwei Polizeihubschrauber aus Hessen und Bayern Löschwasser abwerfen, um die Flammen abzustoppen. Sobald das Feuer stand, konnten die ersten Einsatzkräfte hineingeschickt werden, erklärt er weiter. Im Laufe des Samstags ließen schließlich auch die starken Winde nach, was die Löschmaßnahmen erleichterte.

Insgesamt waren am Wochenende über 1000 Einsatzkräfte beteiligt, es wurden teilweise sogar Bagger zur Unterstützung hinzugezogen, um tieferliegende Glutnester auszugraben. Aus dem Landkreis Aschaffenburg waren circa 50 von 54 Feuerwehren im Einsatz, wie Frank Wissel erzählt. Die Löscharbeiten der erkannten Brandstellen und Glutnester waren am Sonntagabend abgelöscht, aktuell seien nur noch die Feuerwehr Waldaschaff sowie das Forstamt vor Ort. Der Einsatz soll demnach am Montag um 13 Uhr abgeschlossen werden, so der Kreisbrandrat. 

"Wir sind sehr zufrieden": Feuerwehren mit positiver Rückmeldung nach hartem Einsatz

Trotz der anfänglich extremen Einsatzbedingungen fällt das Fazit beim Aschaffenburger Kreisbrandrat positiv aus. "Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Wir haben kein Haus verloren und den Waldkindergarten beschützt und es wurde niemand verletzt", erklärt er. Auch von den Feuerwehrleuten habe er nur zufriedene Rückmeldungen erhalten. "Die haben teilweise bis zu sieben Stunden im Wald gegen die Flammen gekämpft und sind alle stolz wieder rausgekommen".

Einige Einsatzkräfte haben sich jedoch auch etwas übernommen. Bei den fünf verletzten Feuerwehrleuten handelte es sich nämlich eigentlich gar nicht um Verletzte. "Das waren Erschöpfungen, ein paar sind körperlich über sich hinausgegangen und hatten teilweise einen Hitzschlag", berichtet Wissel. Allen Betroffenen ging es jedoch nach kurzer Zeit wieder gut und niemand musste ins Krankenhaus gebracht werden. 

Insgesamt zeigt sich Frank Wissel stolz, dass die Feuerwehr mit der Unterstützung von Anwohnern, der Polizei, den Baggern und zahlreicher weiterer Einsatzkräfte, den Waldbrand erfolgreich und ohne Zwischenfälle bezwingen konnte. Weitere Nachrichten aus Aschaffenburg und der Umgebung liest du in unserem Lokalressort.