Polizei fasst drei Tatverdächtige nach Geldautomatensprengung

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In einem hessischen Ort unweit der Grenze zu Franken haben Unbekannte am frühen Samstagmorgen (25.11.2023) einen Geldautomaten gesprengt. Das Fluchtauto ist kurze Zeit später in Unterfranken entdeckt worden. Die Polizei hat die Täter jetzt ermittelt.

Nach der Sprengung eines Geldautomaten im hessischen Hasselroth hat die Polizei drei Tatverdächtige in Franken vorläufig festgenommen.

Es handele sich um drei Männer aus den Niederlanden im Alter von 19 bis 24 Jahren, teilten die Polizei in Offenbach und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Sonntag (26.11.2023) mit. Sie seien in einer abgelegenen Hütte im unterfränkischen Schöllkrippen gefasst worden.

Geldautomatensprengung in Hasselroth: Täter in Schöllkrippen gefasst

Den drei Männern wird vorgeworfen, den Geldautomaten am frühen Samstagmorgen gesprengt, Geld erbeutet und mit einem gestohlenen Auto geflüchtet zu sein. Die Polizei fasste sie bei einer Großfahndung, an der auch bayerische Einsatzkräfte und ein Polizeihubschrauber beteiligt waren.

Das mutmaßliche Tatfahrzeug sei nach kurzer Zeit in Schöllkrippen (Landkreis Aschaffenburg) entdeckt worden. Die weiteren Fahndungsmaßnahmen sowie Hinweise aus der Bevölkerung hätten dann zur Festnahme geführt, hieß es in der Mitteilung. Ursprünglich sei man davon ausgegangen, dass vier Personen im Fluchtfahrzeug gewesen seien, nach dem bisherigen Stand gehe man nun von drei Männern aus.

Die Sprengung in Hasselroth verursachte den Angaben zufolge einen fünfstelligen Schaden. Die Höhe der Beute werde noch ermittelt. In einer Scheune sei Geld entdeckt worden, bei dem es sich um einen Teil der Beute handeln könnte, erklärten die Ermittler. In der Scheune hätten sich die Flüchtigen zeitweise versteckt.

Die drei Männer sollten am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. "Aufgrund der Umstände des Einzelfalls wird gegen die Beschuldigten auch wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt", hieß es in der Mitteilung. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

Vorschaubild: © Matthias Balk/dpa/Symbolbild