Kreis Ansbach: Hund leidet in überhitztem Auto - Polizei kann Besitzer nirgends finden
Autor: Redaktion
Dinkelsbühl, Dienstag, 20. Juni 2023
Unter den aktuell hohen Temperaturen leiden Hunde aufgrund ihres Fells meist noch mehr als Herrchen und Frauchen. In Dinkelsbühl wurde ein Vierbeiner aber trotz der Hitze in einem Auto zurückgelassen. Die Polizei musste schließlich eingreifen.
Fränkische Polizeibeamte sind im Kreis Ansbach zu Tierrettern geworden: Ein Hund war in einem Auto eingesperrt und litt sichtlich unter der Hitze im Fahrzeug. Obwohl die Polizei sich bemüht hatte, den dazugehörigen Besitzer zu finden, blieb ihnen schlussendlich nur eine Lösung übrig.
Am Montagnachmittag (19. Juni 2023) gingen bei der Polizei Dinkelsbühl mehrere Meldungen über einen Hund in einem versperrten Auto ein. Eine Streife fand das Fahrzeug auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in der Luitpoldstraße. Das Auto war in der prallen Sonne abgestellt, auf der Rückbank befand sich ein stark hechelnder kleinerer Hund, wie die Inspektion berichtet.
Hund in heißem Auto eingesperrt: Polizei Dinkelsbühl startet Suche nach Besitzer
Die Scheiben der Fahrer und Beifahrerseite waren zwar etwa einen Zentimeter weit heruntergelassen, trotzdem gelangte keine frische Luft ins Auto, da an den Außenseiten der Scheiben ein etwa drei Zentimeter tiefer Windschutz angebracht war. Das hatte zur Folge, dass sich der Fahrzeuginnenraum bei Außentemperaturen um die 30 Grad stark erhitzte und der Hund unter dieser Hitze litt.
Beamte schlagen Scheibe ein, um Hund zu befreien
Die Polizei konnte in Erfahrung bringen, wer die Fahrzeughalterin ist, diese aber nicht erreichen. Auch ein mehrmaliges Ausrufen über Lautsprecher im Lebensmittelmarkt und in einem angrenzenden Drogeriemarkt sowie Nachfragen in umliegenden Geschäften und Unternehmen blieben erfolglos.
Da seit dem Eintreffen der Streife bereits mehr als 30 Minuten vergangen waren und sich der Zustand des Hundes zusehends verschlechterte, blieb den Beamten nichts anderes übrig, als die Seitenscheibe einzuschlagen und den Hund aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Die Polizisten nahmen den Hund anschließend mit auf die Dienststelle und versorgten ihn mit Wasser. Kurze Zeit später kam auch die Hundehalterin bzw. Autofahrerin zur Polizei und holte den Hund ab. Gegen sie wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.